
Das DIPF ist eines der wichtigsten Zentren für multidisziplinäre, überwiegend sozialwissenschaftlich orientierte, empirische Bildungsforschung in Deutschland. Es ist eingebunden in die nationale und internationale Forschung zu individuellen Bildungsprozessen und deren systemischen, inhaltlichen, organisatorischen und personellen Bedingungen.
Dazu arbeiten in der Bildungsforschung im DIPF zum einen Vertreterinnen und Vertreter der Erziehungswissenschaft, der Pädagogischen Psychologie und der Entwicklungspsychologie zusammen, zum anderen werden soziologische, ökonomische und normativ-juristisch fundierte Forschungsansätze integriert.
Die drei Arbeitseinheiten der Bildungsforschung untersuchen unterschiedliche Ausschnitte des Bildungsgeschehens auf der individuellen, der institutionellen und der systemischen Ebene.
Die Arbeitseinheit Bildung und Entwicklung stellt psychologische Theorien zu kognitiven und psycho-sozialen Entwicklungen bei Bildungsprozessen in den Mittelpunkt. Bei der Beobachtung und Analyse dieser Entwicklungen gilt die Aufmerksamkeit den Vorbedingungen und Beeinträchtigungen; bei der Modellierung von Kompetenzstrukturen sowie bei der Wirkungsanalyse unterrichtlicher und außerunterrichtlicher Fördermaßnahmen schließt sie an Arbeiten der Arbeitseinheit Bildungsqualität und Evaluation an. Dort stehen Fragen nach der Qualität von Lernumgebungen im Mittelpunkt. Die Schul- und Unterrichtsqualität wird dabei unter anderem anhand ihrer Effekte auf die Kompetenzentwicklung bei Lernenden gemessen. Deren systemische Rahmenbedingungen sowie Fragen zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung verbindet die Arbeitseinheit Bildungsqualität und Evaluation wiederum mit der gesellschaftswissenschaftlichen Perspektive der Arbeitseinheit Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens. Ein wichtiger Bezugspunkt dieser Arbeitseinheit ist die nationale Bildungsberichterstattung, die durch eine intensive Indikatorenforschung weiterentwickelt wird. Zudem werden aktuelle Steuerungsfragen im Bildungswesen aus erziehungswissenschaftlicher, rechtlicher und ökonomischer Sicht aufgegriffen.
