Das DIPF ist eines der wichtigsten Zentren für multidisziplinäre, überwiegend sozialwissenschaftlich orientierte, empirische Bildungsforschung in Deutschland. Die Besonderheit der Bildungsforschung am DIPF liegt darin, nicht nur individuelle und interaktionale Aspekte des Bildungsgeschehens zu untersuchen, sondern damit gleichwertig dessen professionelle Gestaltung, seine Formung in einzelnen Organisationen und seine systemische Rahmung. Deshalb sind die Forschungsarbeiten des Instituts häufig international und interkulturell vergleichend oder als Interventionsstudien angelegt.
Gleichrangig mit der Analyse von „Bildungsqualität“ als Leitthema seiner Forschung übernimmt das Institut auch Serviceaufgaben für Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Bildungspraxis, die im weitesten Sinne mit dem Bildungsmonitoring zusammenhängen (Messung und Bewertung von Ergebnissen, Evaluation von Maßnahmen und Einrichtungen, nationale Bildungsberichterstattung). In diesem Zusammenhang sieht es das Institut als eine wichtige Aufgabe an, Beratungsleistungen im Grenzbereich von Bildungsforschung und Bildungspolitik zu erbringen.
Die drei Arbeitseinheiten der Bildungsforschung - Bildungsqualität und Evaluation,
Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens, Bildung und Entwicklung - untersuchen unterschiedliche Ausschnitte und Ebenen innerhalb der komplexen, dynamischen Struktur des Bildungsgeschehens und setzen dabei unterschiedliche Methoden ein. Schon innerhalb der Programmbereiche des DIPF arbeiten Projektteams häufig interdisziplinär.
