Die 1876 gegründete Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) ist eine internationale Forschungsbibliothek, die seit 1992 zum DIPF gehört. Mit einem Bestand von über 700.000 Bänden ist sie die zweitgrößte pädagogische Spezialbibliothek in Europa.
Die BBF wurde durch ihren einzigartigen Bestand in das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtete System der Sondersammelgebiets-Bibliotheken integriert. Sie deckt hinsichtlich ihrer Erwerbungen die Literatur zur Bildungsgeschichte des deutschsprachigen Raums ab. Damit gehört sie zu jenen 46 deutschen Sondersammelgebiets- bzw. Spezialbibliotheken, die virtuell Funktionen einer deutschen Nationalbibliothek erfüllen.
Die BBF sammelt deutschsprachige Veröffentlichungen und alle Formen elektronischer Publikationen zur Bildungsgeschichte, ergänzt retrospektiv den Bestand an Quellen und Sekundärliteratur und stellt sich für bildungshistorisch bedeutsame Institutionen als Archiv zur Verfügung. Sie erschließt in aufeinander abgestimmten und über das Internet frei zugänglichen Datenbanken Archiv- und Bibliotheksbestände und ist in mehrere überregionale Bibliotheksverbünde eingebunden. Besonders forschungsrelevante Bestände werden digitalisiert und online zur freien Nutzung angeboten.
Das Archiv der BBF umfasst 1.800 lfm. Neben den Aktenbeständen bedeutender pädagogischer Institutionen und Organisationen – u. a. Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft – enthält es zahlreiche Nachlässe von Pädagoginnen und Pädagogen – u. a. Friedrich Fröbel, Adolf Reichwein und Berthold Otto.
Neben bibliothekarischen, dokumentarischen und archivarischen Aufgaben hat sich die Bibliothek zu einem Kommunikationszentrum für die historische Bildungsforschung profiliert, in dem regelmäßig Tagungen und Ausstellungen stattfinden.
Schließlich sieht die BBF ihre Aufgabe darin, in enger Zusammenarbeit mit den anderen Arbeitseinheiten des DIPF Forschungsarbeiten anzuregen und eigene Forschungsprojekte durchzuführen.