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Der Geschichte ins Gesicht schauen

Das Online-Portal „DigiPortA“ ermöglicht den Zugang zu rund 33.000 digitalisierten Porträtdarstellungen aus Archiven der Leibniz-Gemeinschaft. In der Datenbank sind jetzt auch die historischen Darstellungen von Pädagoginnen und Pädagogen aus dem Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) des DIPF verfügbar.

DigiPortA (Digitalisierung und Erschließung von Porträtbeständen in den Archiven der Leibniz-Gemeinschaft) erschließt unter Federführung des Archivs des Deutschen Museums die Porträtbestände von neun Archiven. Dazu gehört auch das Archiv der BBF. Die Darstellungen stammen überwiegend aus dem 19. und 20. Jahrhundert und zeigen Persönlichkeiten aus Adel, Architektur, Bergbau, Industrie, Kunst, Pädagogik, Seefahrt und Wissenschaft. Es handelt sich um Fotografien, Druckgrafiken, Zeichnungen und Gemälde. Die BBF steuert vor allem Porträts aus dem Lehrbetrieb, der Schulverwaltung und aus den Bildungswissenschaften bei.

Als kulturhistorische Quellen sind diese Darstellungen für historisch Forschende von großem Wert. Das Portal, dessen Realisierung von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des „Paktes für Forschung und Innovation“ gefördert wurde, eröffnet aber auch neue Möglichkeiten für die Organisatorinnen und Organisatoren von Ausstellungen und Publikationen. Bislang waren die Porträts nur in Nachlässen oder Archivbeständen zu finden. Die Partnerinstitutionen haben sie nun nach einheitlichen Standards digitalisiert und erschlossen.

Mit Metadaten versehen sind die Bilder leicht recherchierbar, außerdem finden sich in der Datenbank Details zu den Biografien der Abgebildeten – sogar Geoinformationen zu den Orten ihres Wirkens – und Hinweise zum Fotostudio sowie zu Material und Format. In der Datenbank erhält man eine Voransticht des jeweiligen Porträts und kann bei Bedarf auch eine größere Datei von den verantwortlichen Einrichtungen erhalten, auf die bei jedem Bild verlinkt wird. Für viele Verwendungszwecke dürfte diese Darstellung aber bereits genügen, so dass über die Anwendung auch die empfindlichen Archivbestände geschont werden.

zuletzt verändert: 17.12.2015