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„Noch relativ kleine Effekte“

Zur Lage der Ganztagsschule in Deutschland äußert sich Natalie Fischer, Professorin an der Universität Kassel und assoziierte Wissenschaftlerin des DIPF, in einem Beitrag des Deutschlandfunks. Der Bericht zieht ein Resümee des in Berlin ausgerichteten Kongresses „Ganztägig bilden. Ideen für mehr".

Natalie Fischer, die lange Zeit am DIPF als Koordinatorin der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) tätig war, weist in dem Beitrag darauf hin, dass die Ganztagsschulen in den einzelnen Bundesländern sehr verschieden umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund ordnet sie ein: „Wir haben bis jetzt Hinweise darauf, dass Ganztagsschule im Hinblick auf Schulmotivation, Schulfreude und Schulbindung wirken kann. Aber es sind noch relativ kleine Effekte, wenn man sich bundesweit die Ganztagsschulen anschaut."

Ein wichtiger Faktor sei, so die Bildungsforscherin, Kontinuität: „Wenn Schüler über vier Jahre dabei bleiben und regelmäßig Angebote nutzen, lassen sich auch positive Ergebnisse auf die Notenentwicklung zeigen.“ Für positive Wirkungen der Ganztagsschule müssen die Kinder zu Lehrerinnen und Lehrern oder zu den betreuenden Fachkräften eine feste Bindung aufbauen. Fischer: „Da hapert es auf jeden Fall noch. Die Schulen, die Länder haben nicht immer die Mittel, das Personal langfristig mit festen Verträgen einzustellen. So kann sich manchmal keine stabile Beziehung entwickeln und keine stabile Einbindung des Personals in die Schule."

Weitere Einzelheiten, auch zu den Plänen der Bildungspolitik in Bezug auf die Ganztagsschule, können in dem online verfügbaren Beitrag des DLF gelesen werden.

Mehr Informationen zu dem Kongress sind ebenfalls im Netz verfügbar.

zuletzt verändert: 18.09.2015