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DIPF in den Medien

Abitur ist nicht gleich Abitur

Im Deutschlandfunk diskutierte eine Expertenrunde aus Praxis und Wissenschaft die Unterschiede beim Abitur je nach Bundesland – unter anderem mit Dr. Marko Neumann vom DIPF.

Im Blickpunkt des Gesprächs stand unter anderem die Frage, ob das Abitur angesichts großer Notenunterschiede sowie nicht einheitlicher Regeln und Aufgaben überhaupt vergleichbar sei. Erörtert wurde diesbezüglich auch, ob diese Gegebenheiten angesichts der hohen Bedeutung der Noten für die Aufnahme eines Studiums gerecht seien. Was die Vergleichbarkeit des Abiturs angeht, so hielt Bildungsforscher Marko Neumann sogleich fest: „Es steht außer Frage, dass die Bedingungen und Anforderungen, unter denen junge Menschen in Deutschland Abitur machen, sehr unterschiedlich sind und dass auch die Abiturnoten sehr unterschiedlich ausfallen.“

Zugleich lenkte der Erziehungswissenschaftler die Debatte auf einen weiteren Aspekt der Ungleichheit: „Studien deuten darauf hin, dass hinter gleichen Noten recht verschiedene Kompetenzstände stehen können.“ Sprich: Noten geben nicht immer das gleiche Fertigkeitsniveau wieder. Dr. Neumann betonte allerdings in diesem Zusammenhang, dass der Forschungsstand zu den Kompetenzniveaus von Abiturientinnen und Abiturienten noch sehr ausbaufähig sei und es bislang nur wenige aussagekräftige Untersuchungen gebe – im Gegensatz  beispielsweise  zu den Niveaus von 15-Jährigen, die über die Bildungsstandards und die PISA-Studien gut erfasst seien. 

Die gesamte Diskussion zum Nachhören

zuletzt verändert: 20.06.2016