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DIPF in den Medien

DIPF-Expertenwissen zu Integrationsfragen in Leibniz-Publikationen

In ihrem aktuellen Magazin „leibniz“ und in einer vor kurzem erschienenen Sonderbeilage der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ fragt die Leibniz-Gemeinschaft danach, wie die Integration von Flüchtlingen über Bildung gelingen kann. Dazu lässt sie verschiedene Forscherinnen und Forscher des DIPF zu Wort kommen, die sich mit diesem Themenfeld intensiv auseinandersetzen.

So erläutert Professor Dr. Kai Maaz in „leibniz“ (Seite 43) unter anderem, dass es darauf ankommt, geflüchtete Kinder und Jugendliche so zu fördern, dass sie schnell in reguläre Schulen gehen können. Maaz warnt vor einer dauerhaften Einrichtung von Insellösungen wie Übergangsklassen: „Wenn wir diese Schüler isolieren, wird ihre Integration in die Gesellschaft kaum gelingen.“

In ihrem Beitrag legt Professorin Dr. Dominique Rauch (Seite 44) einen Fokus auf die Lehrkräfte: „Die meisten Lehrer sind nicht für den Umgang mit traumatisierten Jugendlichen ausgebildet“, so Rauch, die daher Unterstützung etwa durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter anregt. Zudem bräuchten die sehr heterogenen Flüchtlingsklassen „einen Unterricht, der auf individuelle Bedürfnisse eingeht“. Das gehe nur in kleineren Gruppen mit mehr Lehrerinnen und Lehrern, wie die Forscherin betont.

In der ZEIT-Beilage (Seite 8) blickt Professor Dr. Marcus Hasselhorn weiter voraus und skizziert wie das Bildungssystem in 20 Jahren beschafften sein müsste, damit die Integration der Flüchtlinge dann auf einem guten Weg ist. In seinen Augen müssten dazu unter anderem Kinder bereits mit drei oder dreieinhalb Jahren eine Bildungseinrichtung besuchen, Lehrerinnen und Lehrer in verschiedenen Lehr- und Förderansätzen geschult sein und grundsätzlich im Team arbeiten.

Das Magazin „leibniz“, das sich dem Thema „Flucht“ noch vielen weiteren Perspektiven nähert

Die ZEIT-Beilage, in der neun weitere Leibniz-Forschende in die Zukunft blicken

zuletzt verändert: 23.08.2016