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DIPF in den Medien

Ein genauer Blick auf die Lernzeit

DIPF-Wissenschaftlerin Dr. Susanne Kuger geht in einem Blogbeitrag der Frage nach, wie wirkungsvoll die für das Lernen von Schülerinnen und Schülern vorgesehene Zeit eigentlich ist. Darauf basierend erläutert die Psychologin dann, was man bei der Forschung zu diesem Thema beachten muss.

Im Leben von Schulkindern ist eine bestimmte Zeitmenge für das Lernen reserviert – sei es im formalen Bildungswesen (zum Beispiel im Unterricht) oder in informellen Zusammenhängen (zum Beispiel beim Nutzen von Lern-Apps). Dennoch konnte in der Forschung bislang nur wenig konsistent dargelegt werden, dass sich die Lernzeit auch effektiv auf das Lernen auswirkt. Hierfür nennt Susanne Kuger in dem Blogbeitrag einen wichtigen Grund, der bislang noch nicht ausreichend Beachtung gefunden hat: Zeitverlust.

Denn es gibt zahlreiche Ursachen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die vorgesehene Lernzeit nicht in vollem Umfang nutzen können. Diese reichen von verspätetem Unterrichtsbeginn aufgrund schlechten Wetters über mangelnde Konzentration in der Klasse bis hin zu Motivationsschwankungen bei den einzelnen Schulkindern. Wenn dieser Zeitverlust miteinberechnet würde, so Kuger, die dies zusammen mit Kolleginnen und Kollegen anhand von PISA-Daten überprüft hat, könnte ein deutlich stärkerer Zusammenhang zwischen Lernzeit und Lernerfolgen festgestellt werden.

Der gesamte Beitrag im Blog on Learning & Development (BOLD)

In dem von der Jacobs Foundation ins Leben gerufenen Blog befassen sich Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Medien mit dem Lernen von Kindern – mit seinen Abläufen, Bedingungen und Verbesserungsmöglichkeiten.

zuletzt verändert: 20.09.2016