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DIPF in den Medien

„Von dieser Spannung lebt das Bildungssystem“

Seine Sicht auf den Sinn von Schule erläutert Professor Dr. Eckhard Klieme vom DIPF in einem aktuellen Artikel der Frankfurter Rundschau. Hintergrund des Beitrags ist die kürzlich von der Kölner Abiturientin Naina per Twitter aufgestellte Forderung, Schule müsse mehr alltagstaugliches Wissen vermitteln. Als Antwort verweist Klieme darauf, dass dies nur eine der vielen Aufgaben von Schule sei.

Eine Aufgabe sei es, für alle Bereiche des Lebens zu qualifizieren. Dazu zählt Bildungsforscher Klieme zum Beispiel den späteren beruflichen Erfolg oder das weitere Lernen. Qualifikation allein für den unmittelbaren Alltag, wie von der Schülerin gefordert, greift für ihn zu kurz. Darüber hinaus, so der DIPF-Wissenschaftler, müsse Schule zudem zur Persönlichkeitsentfaltung der Schülerinnen und Schüler beitragen. Dabei geht es darum, ihre individuelle Entwicklung zu gefestigten Menschen zu fördern, eine Bildung also, die sich nicht immer direkt anwenden lässt.

Diese beiden Ziele von Schule – also die Qualifizierung der Schulkinder für alle Bereiche des Lebens auf der einen und deren Persönlichkeitsentfaltung auf der anderen Seite – gilt es für Klieme in einem sinnvollen Zusammenspiel zu verfolgen. Und dieses Zusammenspiel müsse stets neu austariert werden: „Von dieser Spannung lebt das Bildungssystem.“

Der gesamte Artikel in der Frankfurter Rundschau zu der Frage „Wozu Schule?“

zuletzt verändert: 10.04.2015