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DIPF in den Medien

Wird das Abitur immer leichter?

Diese Frage stellt sich Spiegel Online und hat dazu verschiedene wissenschaftliche Befunde und Einschätzungen zusammengetragen. Unter anderem geht der Autor des Berichts auf einen Fachbeitrag zur Bedeutung des Gymnasiumbesuchs für das Abschneiden bei PISA ein, an dem Professor Dr. Dr. h. c. Eckhard Klieme vom DIPF zentral beteiligt war.

Das Autorenteam hat zeigen können, dass ein Anstieg der Lesekompetenz in Deutschland, wie ihn die PISA-Studie festgestellt hat, in Teilen auf die erhöhte Gymnasialquote sowie den gesunkenen Anteil von Hauptschülerinnen und -schülern zurückgeführt werden kann. An dem Beitrag haben neben Eckhard Klieme Professor Dr. Timo Ehmke von der Leuphana Universität Lüneburg und Professorin Dr. Petra Stanat vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen mitgewirkt.

Der Beitrag von Spiegel Online beleuchtet viele weitere Punkte in diesem Themenkontext. Er geht zum Beispiel auf die Diskussionen um den Schwierigkeitsgrad heutiger Abituraufgaben, die Ergebnisse von teilweise in einzelnen Bundesländern durchgeführten Erhebungen des Kompetenzniveaus am Ende der Schulzeit und auf die Auswirkungen von Reformen der Oberstufe ein.

Die Ausgangsfrage kann der Autor des Beitrags aber auch nicht abschließend beantworten. Das Fazit: „Echte Belege für die Geschichte vom Verfall des Abiturs gibt es nicht. Wie gut Abiturienten wirklich sind, wie sich die Kompetenzen entwickeln – all das bleibt weiter verborgen, weil die Daten fehlen, um das festzustellen.“

zuletzt verändert: 29.10.2015