Bestandsaufnahme zur Bildung in Deutschland
DIPF setzt Nationale Bildungsberichterstattung fort
Presseinformation vom 3. Februar 2010
Der Nationale Bildungsbericht ist bereits nach zwei Ausgaben unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) zu einer zentralen Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens geworden. „Mit der langfristig angelegten und kontinuierlichen Betrachtung des Bildungswesens trägt der Bildungsbericht dazu bei, Veränderungen frühzeitig erkennbar zu machen und auf diese Weise Hinweise für Wissenschaft, Politik und Praxis zu liefern“, erläutert Professor Horst Weishaupt, der am DIPF für den Nationalen Bildungsbericht verantwortlich ist. „Der Bericht ist also auch eine wichtige Serviceleistung für die Bildungspolitik und die politisch interessierte Öffentlichkeit.“
Dass Bund und Länder den Nationalen Bildungsbericht am DIPF
verstetigen, wie Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der
Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), der Bayerische
Kultusminister Ludwig Spaenle, am Montag bekannt gaben, ermöglicht die
Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit am DIPF und bestätigt die
Bedeutung der Aufgabe.
Der Nationale Bildungsbericht liefert in
regelmäßigen Abständen auf der Grundlage von Indikatoren, also der
Kombination statistischer Kennziffern, die zentrale Referenzliteratur
zur Bildung in Deutschland. Der Bericht betrachtet den Weg des
Individuums durch das institutionelle Gefüge des Bildungswesens – vom
frühkindlichen Bereich bis zur Weiterbildung. „Der nächste Nationale
Bildungsbericht erscheint im Juni dieses Jahres“, kündigt Professor
Weishaupt an. Wie immer widmet sich der Bericht mit einem
Schwerpunktthema einer aktuellen Herausforderung des Bildungswesens.
Nach „Migration“ 2006 und „Übergänge“ 2008 steht für 2010 das Thema
„Demographie“ im Fokus.
Parallel zur Institutionalisierung des
Bildungsberichts wurde das DIPF im Verbund für die internationale
Schulleistungsstudie PISA verankert, in dem es zukünftig eng mit der
Technischen Universität München und dem Leibniz-Institut für die
Pädagogik der Naturwissenschaften und der Mathematik (IPN)
zusammenarbeiten wird. Damit haben Bund und Länder die zentrale
Bedeutung des DIPF für das Bildungsmonitoring in Deutschland bestätigt.
Weitere Informationen
Professor Dr. Horst Weishaupt, DIPF, Tel. +49 (0) 69 / 247 08-203
Presse-Kontakt: Stefanie Lotz, DIPF, Tel: +49 (0) 69 / 247 08 -133, lotz@dipf.de
