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Gemeinsame Forschung zu kindlichem Lernen wird fortgesetzt

Goethe-Universität, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und Sigmund-Freud-Institut unterzeichnen Kooperationsvertrag

FRANKFURT. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität, des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und des Sigmund-Freud-Instituts arbeiten weiter eng zusammenarbeiten, wenn es darum geht, individuelle Entwicklungsprozesse von Kindern in den ersten zwölf Lebensjahren zu erforschen und Ansätze zur individuellen Lernförderung auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Heute unterzeichneten die drei Frankfurter Forschungseinrichtungen einen Vertrag, der die Fortführung der erfolgreichen Kooperation im Rahmen des interdisziplinären Forschungszentrums „Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk“ (IDeA) festhält.

 „Unser besonderes Interesse gilt weiter Kindern, die ein erhöhtes Risiko aufweisen, in der Entwicklung schulischer Fertigkeiten beeinträchtigt zu sein“, so der Bildungsforscher Prof. Marcus Hasselhorn. Er ist Geschäftsführender Direktor des DIPF und Sprecher von IDeA. „Mit diesem Kooperationsvertrag knüpfen wir an die guten Erfahrungen an, die wir miteinander seit der Gründung des Zentrums im Jahr 2008 gesammelt haben“, betont die Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts, Prof. Marianne Leuzinger-Bohleber. Und Prof. Tanja Brühl, Vizepräsidentin der Goethe-Universität, ergänzt: „Das gewachsene Netzwerk und den Austausch zwischen Disziplinen und Institutionen hinweg zu erhalten, lag meinen Kolleginnen und Kollegen in den Fachbereichen Erziehungswissenschaften, Psychologie und Gesellschaftswissenschaften sehr am Herzen. Deshalb war es auch keine Frage, im neuen Scientific Board von IDeA mitwirken und sich an der weiteren strategischen Ausrichtung beteiligen zu wollen.“ Darüber hinaus wird die Goethe-Universität Mittel zur Förderung der Nachwuchswissenschaftler bei IDeA bereitstellen. „Dazu gehört unter anderem die Finanzierung von jährlich bis zu acht dreimonatigen Auslandsaufenthalten“, erläutert IDeA-Koordinatorin Dr. Ulrike Hartmann.

Das Forschungszentrum IDeA bleibt in Frankfurt bestehen, auch nachdem die Förderung des Landes Hessen in diesem Jahr ausgelaufen ist: Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern hatte sich für eine Verstetigung der IDeA-Infrastruktur im DIPF, einem Institut der Leibniz-Gemeinschaft, ausgesprochen – was nun am 1. Juli 2014 auch umgesetzt wurde. Damit ist unter anderem die dauerhafte Finanzierung einer Professur für „Methoden der Entwicklungs- und Pädagogischen Psychologie“ sowie der Koordinations- und Laborinfrastruktur gesichert. „Auf Grundlage dieser hervorragenden Voraussetzungen ist es für uns alle nun eine wichtige Aufgabe, Fördermittel für die künftigen Forschungsarbeiten einzuwerben“, ist sich Hasselhorn mit den anderen Unterzeichnern des Kooperationsvertrags einig. Dieser Herausforderung begegnet er – wie seine Kollegen – mit Zuversicht: Schließlich könne sich IDeA mit den bisher erzielten Ergebnissen sehen lassen, und das Interesse von Wissenschaftlern, Praktikern und Bildungsexperten an der Fortsetzung dieser Arbeit sei groß.

Von den 40 bislang in dem Zentrum angesiedelten Projekten wurden bereits 20 abgeschlossen; die anderen werden fortgesetzt, außerdem sind weitere Vorhaben in Planung. Der innovative Ansatz des Zentrums ist die Kombination aus langfristigen Projekten, die die Entwicklung der Kinder über mehrere Jahre begleiten, und fokussierten experimentellen Studien, die die Wirksamkeit pädagogischer Methoden zum Beispiel im Unterricht überprüfen. Dabei werden vielfältige Methoden eingesetzt, zum Beispiel Verhaltensbeobachtungen, Befragungen und Leistungstests sowie moderne Verfahren aus den Neurowissenschaften. Die Forscherinnen und Forscher des Zentrums – zurzeit sind es knapp 100 Personen – verbinden das Fachwissen zahlreicher Disziplinen: Dazu gehören Psychologie und Psychoanalyse, Erziehungswissenschaft und Fachdidaktiken, Soziologie, Psycholinguistik und Neurowissenschaften.

IDeA-Vertragsunterzeichnung 11-2014








Vertragsunterzeichnung auf dem Campus Westend (v.l.n.r.): Prof. Dr. Marcus Hasselhorn,  Geschäftsführender Direktor des DIPF und Sprecher von IDeA, Prof. Dr. Tanja Brühl, Vizepräsidentin der Goethe-Universität, und Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber, Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts.

Informationen
Dr. Ulrike Hartmann, Koordinatorin von IDeA, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Tel. +49 (0)69 24708-390, , www.idea-frankfurt.eu

Pressemitteilung (pdf)

zuletzt verändert: 12.11.2014