Logo: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

Veranstaltungen

Auf dem Weg zur inklusiven Schule

Berlin, 30. Juni. Der Deutsche Schulrechtstag wurde vor vier Jahren vom DIPF mitbegründet. Die diesjährige Veranstaltung befasst sich mit der Organisation einer Schul- und Bildungsentwicklung nach der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Der im Jahre 2012 gemeinsam vom Institut für Bildungsrecht und Bildungsforschung e.V., dem An-Institut an der Ruhr-Universität Bochum (IfBB), und dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische
Forschung begründete „Deutsche Schulrechtstag“ (DSRT) lädt zu seiner nunmehr vierten Tagung nach Berlin ein. Hatten die vorangehenden Veranstaltungen die Rechtsstellung der Lehrkräfte, der Schülerinnen und Schüler sowie schließlich der Eltern zum Gegenstand, wendet sich der DSRT in diesem Jahr dem Thema „Inklusive Schule“ zu. Im Fokus stehen die damit verknüpften Anforderungen an die Organisation einer Schul- und Bildungsentwicklung.

Die von Deutschland ratifizierte Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) verpflichtet zur Gewährleistung eines „inklusiven Bildungssystems auf allen Ebenen“ – ein Auftrag, dessen Umsetzung Anlass zu vielfältigen, nicht zuletzt auch rechtlichen Debatten gegeben hat. Mit den unterschiedlichen Facetten dieser Debatten wird sich der „4. Deutsche Schulrechtstag“ befassen. Am Vormittag steht die UN-BRK im Mittelpunkt, zunächst unter grundlegenden völkerrechtlichen Gesichtspunkten, sodann mit Blick auf die Umsetzung der Konvention in der Schule unter Aufnahme einer dezidiert sozialrechtlichen Perspektive.

Weiteren in der Praxis auftretenden Problemen wenden sich die Beiträge des Nachmittags zu. So ist es Aufgabe der Kommunen als Schulträger, die Voraussetzungen von Inklusion an den Schulen in ihrem Bereich zu schaffen – eine Frage, die nicht zuletzt wegen der Kostenübernahmeverpflichtung nicht nur in Nordrhein-Westfalen umstritten ist. Anschließend wird über den Stand der Umsetzung von Inklusion und sonderpädagogischer Förderung aus einem deutsch-europäischen Blickwinkel informiert und diskutiert. Schließlich wird der Frage nachgegangen, ob und inwieweit die UN-BRK auch für Schulen in freier Trägerschaft Verpflichtungen begründet. 

Für das DIPF spricht Professor Hans-Peter Füssel von der Abteilung Struktur und Steuerung des Bildungswesens die Begrüßungsworte. Außerdem sind namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Bildungsadministration vertreten.

Weitere Informationen und Programm

Anmeldung (bis zum 20. Juni)

zuletzt verändert: 21.06.2016