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Einsichten. Fotografien aus Schülerzeitungen der 1950er und 1960er Jahre

Mit einem Dialog des Sprechers der Jury des Deutschen Jugendfotopreises und Leiters der Fotoredaktion des ZEITmagazins, Michael Biedowicz, und der Direktorin der BBF, Prof. Dr. Sabine Reh, unter dem Titel „Zwischen Modernität und Engagement: Was uns die Fotografien über die Jugendlichen sagen …“ wird am Mittwoch, 25. Juni 2014, um 18.30 Uhr die BBF-Ausstellung „Einsichten – Fotografien aus Schülerzeitungen der 1950er und 1960er Jahre“ eröffnet.

Eröffnung der Fotoausstellung „Einsichten“ am Mittwoch, 25. Juni 2014, um 18.30 Uhr

Die neue Ausstellung der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung bietet ungewöhnliche Einsichten in das bundesrepublikanische Schülerleben der 1950er und 1960er Jahre: Aus ihrer Sammlung von Schülerzeitungen der Nachkriegsjahre und Wirtschaftswunderzeit, die mit mehr als 7.000 Heften zu den umfangreichsten in Deutschland zählt, präsentiert die BBF eine Auswahl von Schülerfotografien.

Die ausgestellten Fotografien geben ganz spezielle Einsichten in den Alltag der damaligen Schülerinnen und Schüler, in das, was sie beschäftigt und bewegt. Die Fotos sind nicht nur von ihnen gemacht, sondern auch von ihnen selbst ausgesucht und publiziert. Sie umgehen so die in anderen Medien übliche Vorauswahl durch Erwachsene. Als lebendige Spiegelbilder der damaligen Schul- und Jugendkultur vermitteln sie sensible, humor­volle und skurrile Einblicke, zeugen aber auch von hohem künstlerischen Können, teils auch von politi­schem und gesellschaftlichem Engagement.
Die Schülerzeitungen, die auf Empfehlung der Alliierten zur Unterstützung des Aufbaus demokratischer Schulgemeinschaften in der BRD eingeführt werden, zeigen eine schnelle gestalterische Entwicklung. Durch die Verbesserung der Drucktechniken können vor allem seit Ende der 1950er Jahre auch Fotos in dieses ‚einfache‘ Medium eingebettet werden. Tipps zu Belichtungszeit, Blickwinkeln und Entwicklung der Fotos sowie die Fotoarbeits­gemeinschaften in den Schulen belegen, dass Foto­gra­fieren zu den vielleicht selteneren, dafür aber umso leidenschaftlicher betrie­benen Hobbies gehört, wovon jedoch – außer in den Schü­lerzeitungen – nur wenige Zeugnisse überliefert sind.

Im Gegensatz zum Redaktionsteam und den Autorinnen und Autoren der einzelnen Textbeiträge bleiben die Foto­grafinnen und Fotografen häufig anonym. Deshalb ist es nicht in allen Fällen gelungen die Rechteinhaber/-innen der Bilder zu ermitteln. Dennoch wollte die BBF die einzigartigen Einsichten in die Schul- und Lebenswelt der Jugendlichen der beiden ersten Nachkriegsjahrzehnte einem breiteren Publikum öffnen. Sie würde sich freuen, wenn sich die Fotografinnen und Fotografen melden: Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt Schülerzeitungen der 1950er und 1960er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland: Artefakte gymnasialer Schulkulturen und ihr Bedeutungswandel (PAUSE) sucht Zeitzeuginnen und Zeitzeugen für Interviews.

Die Ausstellung ist bis zum Freitag, 14. November 2014, Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Gäste sind herzlich willkommen! Eintritt zu Eröffnungsveranstaltung und Ausstellung sind frei.

zuletzt verändert: 23.06.2014