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Veranstaltungen

Perspektiven freier digitaler Bildungsmedien (OER) in Politik, Wissenschaft und Praxis

Frankfurt am Main, 24. März 2015. Die Öffnung der Bildung ist ein Thema, das in jüngerer Zeit immer stärker Beachtung findet - sei es in der EU-Initiative „Opening Up Education“ mit entsprechenden Förderprogrammen, verschiedenen parlamentarischen Anhörungen und Studien zur Zukunft von offenen Bildungsmaterialien in den Bundesländern oder bei nationalen und internationalen Konferenzen (z.B. OERde14 oder ECER). Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Bildungsverwaltung (DGBV) und der Gesellschaft zur Förderung Pädagogischer Forschung (GFPF) lädt das DIPF am 24.3. zur Fachtagung nach Frankfurt ein. Thema sind „Open Educational Resources" in Politik, Wissenschaft und Praxis“.

  • Datum: Dienstag, 24. März 2015
  • Ort: Saalbau Gallus, Frankfurt am Main
  • Anmeldung für Nicht-Mitglieder der Fachgesellschaften GFPF und der DGBV: ab 16.02.2015 bei Renate Martini, ;  Kennwort "Anmeldung zur OER-Tagung"
  • Teilnahmegebühr: 24.-€;  für Mitglieder der GFPF 20.-€. Sie wird bei der Anmeldung erhoben.

Die Fachtagung wird gemeinsam von der Gesellschaft für Bildungsverwaltung (DGBV), der Gesellschaft zur Förderung Pädagogischer Forschung (GFPF) und dem DIPF ausgerichtet.


Programm

10:00 – 10:30 Uhr Anmeldung

10:30 – 11:00 Uhr Begrüßung und Vorstellung des Programms

11:00 – 12:00 Uhr Potenziale von OER in der Schulpraxis
Staatssekretär Mark Rackles, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin

Abstract: Die deutsche Bildungspolitik hat nach anfänglichem Zögern in jüngster Zeit zaghafte Annäherungsversuche an das Thema OER unternommen. Aus bildungspolitischer Sicht soll mit einem starken Fokus auf die Schulpraxis das mögliche Entwicklungs- und Veränderungspotential von OER beleuchtet werden. Die Analyse bezieht dabei auch die kritischen Erfolgsfaktoren ein, soweit sie heute bereits identifizierbar sind. Dabei wird u.a. herausgestellt, dass OER weniger eine technische Umstellung in Schule bedingt, sondern vielmehr nachhaltige Veränderungen in der Unterrichts- und Schulentwicklung induziert. Der Vortrag stellt zudem das laufende OER-Projekt des Berliner Senats dar, das im Schuljahr 2015/16 zu sichtbaren Ergebnissen führen soll.

12:00 – 13:00 Uhr Open(ing) Education: Herausforderungen für die mediale Bildungsinfrastruktur
Prof. Dr. Michael Kerres, Universität Duisburg-Essen

Abstract: Der Vortrag stellt Aspekte der aktuellen Diskussion über Open Education vor und geht dabei insbesondere auf die infrastrukturellen Rahmenbedingungen auf Länder- oder Bundesebene ein, die diese Entwicklungen unterstützen können. Eine zentrale Frage ist, welche Aufgaben staatliche und private Akteure auf den unterschiedlichen Ebenen übernehmen, und wie diese gemeinsam eine nachhaltige Medieninfrastruktur für das institutionelle und informelle Lernen (in Schulen etc.) aufbauen können.

13:00 – 14:00 Uhr Mittagessen

14:00 – 15:00 Uhr
Workshop 1: OER-Policys: national und international
, Jan Neumann
Abstract: OER-Policies sind Gesetze, institutionelle Verfahrensvorschriften und Förderrichtlinien, die die Nutzung und Herstellung von OER nachhaltig begünstigen. Im Rahmen der internationalen OER-Diskussion hat das Thema OER-Policy-Making insbesondere in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Häufig wird damit die Hoffnung verbunden, durch die Einführung einer Policy die Herstellung und Nutzung von OER organisatorisch und finanziell nachhaltig in der Institution zu verankern.

OER-Policies können in vielen unterschiedlichen Institutionen, Verfahren und Formen erlassen werden. Obwohl der Inhalt einer Policy vom Institutionstyp und den jeweiligen institutionellen Zielen abhängt, scheint es dabei eine Reihe von typischen Fragestellungen zu geben, die im Rahmen einer OER Policy durchdacht und beantwortet werden müssen (siehe dazu „A Government Policy Development Template to Progress Effective Implementation of Open Educational Resources (OER)“).

In dem Workshop sollen zunächst im Rahmen eines einführenden Vortrages grundlegende Fragen geklärt werden, wie z.B.:

  • Was verbirgt sich hinter dem Policy-Begriff im Allgemeinen und was hinter „OER-Policy“ im Speziellen?
  • Wer kann eine OER-Policy erlassen?
  • Was sollte in einer OER-Policy geregelt sein?
  • Was ist bei der Entwicklung und Einführung einer OER Policy zu beachten?
  • Welche Rolle spielt dabei das für OER-Policy-Making typische Spannungsverhältnis von Bottom-up und Top-down Aspekten?
  • Welche etablierten Best Practices gibt es, auf die man zurückgreifen kann?


Workshop 2: "Open Educational Practice" und ihre Herausforderung, Prof. Kerstin Mayrberger

14:00 – 15:00 Uhr
Workshop 3: Open Education: von der Nische in den Mainstream?, Prof. Leonhard Dobusch
Workshop 4: Wer macht was? Informationelle Infrastrukturen für OER, Prof. Michael Kerres / Richard Heinen

15:00 – 15:30 Uhr Kaffeepause

15:30 – 16:30 Uhr Expertendiskussion mit den Referenten

16:30 – 16:45 Uhr Abschlussworte

Durch die Veranstaltung führt Jöran Muuß-Merholz.

zuletzt verändert: 19.02.2015