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Forschung

Umgang mit Heterogenität

Im Rahmen des Forschungsthemas "Umgang mit Heterogenität" werden die konkreten Bedingungen für einen erfolgreichen Umgang mit der zunehmenden Inhomogenität bzw. Heterogenität der Schülerschaft in den verschiedenen Ebenen des Bildungssystems untersucht.

Gegenwärtige bildungspolitische Entscheidungen, wie das Zusammenlegen von Haupt- und Realschulen zu einer Schulform als auch die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit besonderem För­derbedarf, haben gemeinsam, dass die Heterogenität der Schülerschaften zunimmt bzw. bewusst vergrößert wird. Diese Maßnahmen haben nicht zuletzt das Ziel, Disparitäten im deutschen Bildungssystem zu verringern. Es stellt sich jedoch die Frage, inwiefern die oben genannten Reformen tatsächlich dazu geeignet sind, soziale Disparitäten im Bildungssystem zu verringern und mehr Chancengleichheit herzustellen und welche Konsequenzen die gestiegene Heterogenität von Schülerschaften hat. Dies ist eine empirische offene Frage, der im Rahmen dieses Schwerpunkts nachgegangen wird.

Neben dieser Frage werden auch die konkreten Bedingungen für einen erfolgreichen Um­gang mit Heterogenität untersucht. Entscheidend für den Erfolg der oben dargestellten Reformmaßnahmen ist, inwiefern es gelingt, den heterogenen Bedürfnissen der Schülerin­nen und Schüler in Schule und Unterricht gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang wird häufig von der Notwendigkeit einer „individuellen Förderung“ der einzelnen Schülerinnen und Schüler gesprochen. Trotz der weiten Verbreitung des Konzepts der individuellen Förderung und der damit verknüpften Wirkungserwartungen gibt es keinen Konsens darüber, was sich im Ein­zelnen dahinter verbirgt. An dieser Stelle setzen weitere Arbeiten dieses Schwerpunktes an. 

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zuletzt verändert: 31.08.2015