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Forschung

Ungleichheiten im Bildungssystem

Dieses Forschungsthema verfolgt das Ziel, Muster sozialer, ethnischer und geschlechterspezifischer Disparitäten im Bildungserwerbsprozess zu beschreiben und zu erklären.

Die Analyse sozialer, ethnischer und geschlechterspezifischer Disparitäten im Bildungserwerbsprozess ist an der Schnittstelle zwischen erziehungswissenschaftlicher und sozi­ologischer Forschung angesiedelt und integriert für die Erklärung individuellen Verhaltes auch die psychologische Perspektive. Im Vordergrund stehen weniger die Bruttoeffekte der sozialen Ungleichheit als vielmehr die dahinterliegenden Wirkme­chanismen und das Wechselspiel zwischen institutionellen Rahmenbedingungen und individuellen Bildungsverläufen.

Ein zentraler Bestandteil dieses Forschungsthemas ist die Analyse von Bildungsentscheidungen an unterschiedlichen Bildungsübergängen – wie beispielsweise dem Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule oder dem Übergang in die Hochschule. Neben der Untersuchung der zugrundeliegenden Prozessen und Mechanismen von Bildungsentscheidungen, steht dabei vor allem die Wechselwirkung zwischen institutionellen Regelungen des Bildungssystems und individuellen Bildungsübergängen im Fokus des Interesses. So sind beispielsweise die Frage des längeren gemeinsamen Lernens, die Differenzierung des Schulangebots im Sekundarschulbereich sowie die rechtlichen Re­gelungen des Übergangverfahrens von der Grundschule in die weiterführenden Schulen wichtige institutionelle Rahmenbedingungen für individuelle Bildungsentscheidungen. Weitere Themen dieses Bereichs umfassen die Bedeutung von Kompositions- und Kontexteinflüssen für den Kompetenzerwerb von Schülerinnen und Schülern oder die Genese sozialer Ungleichheitsmuster im internationalen Vergleich. 

Projekte

Abteilungen

Struktur und Steuerung des Bildungswesens
zuletzt verändert: 09.12.2014