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Projekte

BONUS-Studie: wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Bonus-Programms zur Unterstützung von Schulen in schwieriger Lage in Berlin

Die BONUS-Studie ist die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Bonus-Programms, mittels dessen das Land Berlin Schulen in schwierigen Lagen finanzielle Unterstützung zukommen lässt. So soll der Einfluss der familiären Herkunft auf den Bildungserfolg verringert werden.

Projektbeschreibung

Das Bonus-Programm startete am 1. Februar 2014 und steht insgesamt 220 Berliner Grund- und weiterführenden Schulen zur Verfügung. Diese wurden nach dem Anteil der Schülerinnen und Schüler ausgewählt, die von der Zuzahlung zu Lernmitteln befreit sind: dem sogenannten Lmb-Faktor. Liegt dieser Anteil an einer Schule über 50 Prozent, ist diese berechtigt, Fördermittel aus dem BONUS-Programm zu beziehen. Auf diese Weise sollen gerade diejenigen Schulen unterstützt werden, die durch eine hohe soziale Belastung aufgrund der Zusammensetzung der Schülerschaft oder des Sozialraumes ihres Standortes gekennzeichnet sind. Die Fördersumme kann dabei je nach lmb-Anteil der Schule zwischen 50.000€ und 100.000€ pro Jahr betragen. Die konkrete finanzielle Unterstützung ergibt sich dabei aus einer Basiszuweisung, einer Kooperationszulage, einem Leistungsbonus und der Zulage Aktionsraum Plus/ Soziale Stadt. Zusätzlich müssen die teilnehmenden Schulen mit der zuständigen Schulaufsicht eine Zielvereinbarung darüber treffen, was genau mit den von der Schule angestrebten Maßnahmen erreicht werden soll. Die Schulen können dabei weitgehend eigenständig über die ihnen zur Verfügung gestellten Mittel entscheiden. Das Land Berlin verfolgt mit diesem Programm das Ziel, die Bildungschancen von Schülerinnen und Schülern in schwieriger Lage zu verbessern und den Anteil der Abschlüsse in der 10. Jahrgangsstufe zu erhöhen bzw. den Anteil derer ohne Schulabschluss zu verringern.

Die BONUS-Studie untersucht die Umsetzung und die Auswirkungen des Bonus-Programms und nimmt damit sowohl eine prozessbegleitende als auch ergebnisbezogene Perspektive ein. Dabei werden Fragestellungen betrachtet, die sich einerseits auf die Bewertung und Umsetzung des Bonus-Programms und andererseits auf die mit dem Programm gemachten Erfahrungen und dessen Auswirkungen beziehen. Dazu werden in den Schuljahren 2013/14, 2014/15 und 2016/17 schriftliche Befragungen der Schulleitungen aller am Programm teilnehmenden Schulen durchgeführt (vgl. Abb. 1), nicht zuletzt mit dem Ziel, mögliche Optimierungspunkte des Programms zu identifizieren. Ausgehend von der ersten Schulleiterbefragung werden Schulen ausgewählt, an denen in den Schuljahren 2014/15 und 2016/17 Lehrkräfte mittels eines standardisierten Fragebogens zu ihren Einschätzungen bezüglich des Bonus-Programms befragt werden. Zudem werden leitfadengestützte Interviews mit den Lehrkräften sowie Schulleitungen durchgeführt, anhand derer die konkrete Umsetzung des Bonus-Programms und die damit jeweils verbundenen Handlungslogiken näher beleuchtet werden sollen. Weiterhin sollen anhand schulstatistischer Daten ein Vergleich zwischen am Programm teilnehmenden und nicht teilnehmenden Schulen sowie eine vertiefende Analyse der Schülerschaft von Berliner Schulen mit unterschiedlichem Lmb-Anteil erfolgen.

Abbildung 1: Untersuchungsdesign der BONUS-Studie

Publikationen

Kooperationen

Die BONUS-Studie wird in Kooperation mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Prof. Dr. Stefan Brauckmann) durchgeführt.

Projektleitung

Kai Maaz

Projektteam

Projektdaten

Status:
Laufende Projekte
Laufzeit:
10/2014 - 12/2017
Finanzierung:
Drittmittelprojekt
Forschungsthemen:
Abteilung: Struktur und Steuerung des Bildungswesens
Kontakt:
zuletzt verändert: 01.07.2016
BONUS-Studie: Zwischenbericht

Zwischenbericht über die erste Schulleiterbefragung aus dem Schuljahr 2013/2014. Zum Bericht