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Aufmerksamkeit. Geschichte – Theorie – Empirie

Aufmerksamkeit. Geschichte – Theorie – Empirie

Das Publikationsprojekt erschließt das Motiv der Aufmerksamkeit historisch, theoretisch und empirisch.

Projektbeschreibung

Im pädagogischen Diskurs erweist sich Aufmerksamkeit als ein vielgestaltiges und uneindeutiges Phänomen. Aufmerksamkeit erscheint sowohl als Voraussetzung wie auch als Ziel, sowohl als Mittel wie auch als Grenze der Pädagogik. Erfahrung wird als ein Aufmerksam-Geworden-Sein, Lernen als Teilhabe an Situationen gemeinsamer Aufmerksamkeit und pädagogisches Handeln als systematisch betriebene Aufmerksamkeitslenkung verstanden. Fehlende Aufmerksamkeit – dann pathologisiert – kann individuelle Lernfähigkeit in Frage stellen.

Den Auftakt für das Publikationsprojekt bildete 2013 ein international besetzter Workshop in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung.

Das 2015 erschienene Buch „Aufmerksamkeit. Geschichte – Theorie – Empirie“ – herausgegeben von Professorin Dr. Sabine Reh, Dr. Kathrin Berdelmann und Dr. Jörg Dinkelaker – greift die Ergebnisse des Workshop auf und stellt dar, wie sich in historischer Perspektive Aufmerksamkeit als Motiv pädagogischer Reflexionen entwickelt und gleichzeitig als Element des pädagogischen Geschehens selbst produziert wird. In theoretisch-systematischer und empirischer Perspektive wird diskutiert, wie Erfahrung als ein Aufmerksam-Geworden-Sein, Lernen als Teilhabe an gemeinsamer Aufmerksamkeit, pädagogisches Handeln als Aufmerksamkeitslenkung aufgegriffen und Lernschwierigkeiten als fehlende Aufmerksamkeit pathologisiert werden.

Kooperationspartner

Dr. Jörg Dinkelaker (Goethe-Universität Frankfurt)

Projektleitung

Sabine Reh

Projektteam

Kathrin Berdelmann

Projektdaten

Status:
Abgeschlossene Projekte
Laufzeit:
10/2012 - 06/2015
Finanzierung:
DIPF
Forschungsthema: Historische Epistemologie
Abteilung: Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
Kontakt: Kathrin Berdelmann
zuletzt verändert: 29.10.2015