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Projekte

Tagebücher der Leonore Alt

Die Aufarbeitung des biographischen Wissens über Robert Alt soll auch einen tieferen Einblick in Mentalität und Lebensumstände einer deutschen Intellektuellen der 1930er- und 1940er-Jahre ermöglichen.

Projektbeschreibung

Robert Alt (1905-1978) rechnet zu den Begründern der so genannten DDR-Pädagogik und gilt als Nestor der Erziehungsgeschichtsschreibung in der SBZ/DDR. Sein 100. Geburtstag war Anlass, die Forschungen über sein Leben und Werk neu zu beleben. Kenntlich geworden sind insbesondere biographische und werkgeschichtliche Wissensdefizite und biographiegeschichtliche Verklärungen. Vor allem über sein Schicksal während der Zeit des Nationalsozialismus war im Detail bislang wenig bekannt. Im Zusammenhang mit der Beschäftigung mit dem im Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung befindlichen Nachlass Robert Alts wurden Tagebücher seiner Ehefrau aufgefunden, die geeignet sind, nicht nur das biographische Wissen über Robert Alt zu vervollständigen, sondern vor allem einen tieferen Einblick in Mentalität und Lebensumstände einer deutschen Intellektuellen, die als so genannte Halbjüdin von der rassistischen Politik der Nationalsozialisten in besonderer Weise betroffen war, in den 1930er- und 1940er-Jahren zu gewinnen. Weitere Tagebücher Leonore Alts befinden sich im Besitz der Familie Alt. Für das Editionsprojekt ist ausschließlich das Tagebuch der Jahre 1938 bis 1945 vorgesehen.

Projektleitung

Ulrich Wiegmann

Projektdaten

Status:
Abgeschlossene Projekte
Finanzierung:
DIPF
Abteilung: Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
zuletzt verändert: 28.01.2016