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Projekte

Gemeinschaft und soziale Heterogenität in Eingangsklassen reformorientierter Sekundarschulen

Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt des DIPF mit der Universität Bremen und der Georg-August-Universität Göttingen „Gemeinschaft und soziale Heterogenität in Eingangsklassen reformorientierter Sekundarschulen. Ethnographische Fallstudien zu Anerkennungsverhältnissen in individualisierenden Lernkulturen (GemSe)“ untersuchte mittels Grounded Theory und rekonstuktiver Datenanalyse in vergleichenden Fallstudien die Lernkulturen in den Eingangsklassen integrative Sekundarschulen in Bremen und Berlin hinsichtlich des spezifischen Umgangs mit sozialer Heterogenität und der Möglichkeiten, in sozial gemischten Lerngruppen eine Gemeinschaft über die Unterschiede hinweg herzustellen.

Projektbeschreibung

Logo des Projekts GemSe / Gemeinschaft und soziale Heterogenität in Eingangsklassen reformorientierter Sekundarschulen

Forschungsverbund des DIPF mit der Universität Bremen und der Georg-August-Universität Göttingen unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Reh.

Mit der Abschaffung der Hauptschule und der Einrichtung sozial integrativer Sekundarschulen werden bildungspolitisch die Ziele verbunden, Bildungsgerechtigkeit zu fördern und sozialer Segregation entgegenzuwirken. Im Projekt wurden Eingangsklassen in solchen Sekundarschulen untersucht, die eine soziale Mischung ihrer Schülerschaft aufweisen und diesem Umstand in entsprechenden pädagogisch profilierten Konzepten Rechnung tragen. Ziel des Projektes war es, die Lernkultur in diesen Eingangsklassen (Bremen 5. Jahrgangsstufe; Berlin 7. Jahrgangsstufe bzw. jahrgangsgemischte Lerngruppen) zu rekonstruieren und in vergleichenden Fallstudien den je spezifischen Umgang mit sozialer Heterogenität herauszuarbeiten sowie die Möglichkeiten, eine Gemeinschaft über Unterschiede hinweg herzustellen.

Fragen nach Praktiken der Individualisierung des Lernens sowie vor allem nach Maßnahmen zur Gemeinschaftsbildung und sozialen Integration standen im Zentrum der Studie. Dazu wurde in einem ethnographischen Design mit Hilfe videobasierter Beobachtungen untersucht, wie in pädagogischen Praktiken, im Umgehen der Lehrkräfte mit den Schüler/innen und im Umgehen der Peers miteinander, qua Anerkennung Differenzen der Schüler und Schülerinnen untereinander (im Hinblick vor allem auf soziale Herkunft, aber auch auf andere Faktoren) bearbeitet, reproduziert und neu hergestellt sowie Teilhabemöglichkeiten etabliert wurden.

Die Fallstudien in acht verschiedenen Lerngruppen an je zwei Sekundarschulen in Bremen und Berlin (pro Schule zwei Lerngruppen) wurden anschließend kontrastiert.

Auf die vier Erhebungsphasen folgte jeweils eine Auswertungsphasen. Das Auswertungsverfahren orientierte sich am Vorgehen der Grounded Theory, ergänzt durch rekonstruktive Analysen ausgewählten Datenmaterials.

Einzelprojekte

Finanzierung

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Bereich "Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Sozialer Wandel und Strategien der Förderung".

Projektleitung

Sabine Reh

Projektdaten

Status:
Abgeschlossene Projekte
Laufzeit:
10/2011 - 11/2013
Finanzierung:
Drittmittelprojekt
Forschungsthema: Ethnographische Bildungsforschung
Abteilung: Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
zuletzt verändert: 12.10.2016