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Projekte

Implementation neuer Steuerungsstrukturen im Schulwesen am Beispiel zentraler Abiturprüfungen

Das Projekt "Zentralabitur" untersucht die Auswirkungen des zentral organisierten Abiturs, als ein Element des systematischen Umbaus der Steuerungsmechanismen im Schulwesen am Beispiel Bremen und Hessen. Zentral sind die Fragen nach den Implementationsprozessen und den Effekten der Reform für Individuum, Unterricht, Schule, und Bildungssystem.

Projektbeschreibung

Das Schulwesen in den deutschsprachigen Ländern ist gegenwärtig durch einen systematischen Umbau der administrativen Steuerungsmechanismen gekennzeichnet. Ein zentrales Motiv ist die Einführung und laufende Überprüfung von Leistungsstandards. Für Deutschland ist – über alle Bundesländer hinweg am besten vergleichbar – die Einführung zentraler Abiturprüfungen ein besonders markantes Beispiel solcher Reformen. Die Einführung eines zentral organisierten Prüfungssystems ist besonders dazu geeignet, Implementationsprozesse und -effekte im Zusammenhang mit neuen Methoden der Systemsteuerung zu untersuchen. Die Studie findet unter Leitung von Prof. Dr. Katharina Maag Merki in Zusammenarbeit mit dem DIPF (Prof. Dr. Eckhard Klieme) statt. Sie schließt an bereits durchgeführte umfangreiche Erhebungen von 2005-2007 an und wird seit 2008 für zunächst zwei Jahre von der DFG gefördert.

Ziele

Ziel dieser Studie ist es, in Bremen und Hessen, in denen zentrale Abiturprüfungen zeitgleich zum Frühjahr 2007 eingeführt worden sind, die Einführung von zentral organisierten Abiturprüfungen als ein Element im neuen Konzept der Systemsteuerung unter differenzieller Perspektive zu untersuchen. Im Zentrum steht die Frage nach den Implementationsprozessen und den Effekten dieser Reform für Individuum, Unterricht, Schule und Bildungssystem.

Methodisches Vorgehen

In 40 nach spezifischen Kriterien ausgewählten Schulen werden schriftliche Befragungen bei Schulleitungen, Lehrpersonen und Schüler/innen eingesetzt, sowie Leistungstests in den Fächern Mathematik oder Englisch. Es werden pro Jahr zwei Erhebungen durchgeführt (jeweils vor und nach dem jeweiligen Abitur). Ebenso findet eine qualitative Fallanalyse in einem Gymnasium unter Einbezug mehrer Fokusgruppen statt. Somit erweist sich das Forschungsprojekt innovativ in Bezug auf seine methodische Anlage (Verbindung von Survey-Forschung, Analyse von Daten aus den staatlichen Statistiken und qualitative Fallanalysen).

Publikationen

DIPF-Publikationen zum Projekt "Steuerungstrukturen im Schulwesen - Zentralabitur"

Kooperationen

Prof. Dr. Katharina Maag Merki

Projektleitung

Eckhard Klieme

Projektdaten

Status:
Abgeschlossene Projekte
Laufzeit:
2008-2010
Finanzierung:
Drittmittelprojekt
Abteilung: Bildungsqualität und Evaluation
zuletzt verändert: 28.10.2016