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Projekte

NEPS – Nationales Bildungspanel: Etappe 5

In modernen Wissensgesellschaften ist Bildung die zentrale Voraussetzung sowohl für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand als auch für die Bewältigung von neuen Anforderungen in einer sich rasch wandelnden, globalisierten Welt. Um mehr über Bildungserwerb und seine Folgen für individuelle Lebensverläufe zu erfahren, um zentrale Bildungsprozesse und –verläufe über die gesamte Lebensspanne zu beschreiben und zu analysieren, wird das Nationale Bildungspanel für die Bundesrepublik Deutschland (National Educational Panel Study, NEPS) durchgeführt. Das NEPS ist eine Studie am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. NEPS steht für ein interdisziplinär zusammengesetztes, deutschlandweites Exzellenznetzwerk, das unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach koordiniert und administriert wird.

Projektbeschreibung

Ziel des Nationalen Bildungspanels ist es, Längsschnittdaten zu Kompetenzentwicklungen, Bildungsprozessen, Bildungsentscheidungen und Bildungsrenditen in formalen, nicht-formalen und informellen Kontexten über die gesamte Lebensspanne zu erheben. Dazu ist es notwendig, dass Entwicklungen nicht nur im Kindergarten oder im allgemeinbildenden Schulsystem, sondern auch in der beruflichen Ausbildung, im Studium und nach Verlassen des Bildungssystems gemessen werden.

Die Struktur der Etappen im Lebensverlauf findet sich entsprechend in der Struktur von NEPS wieder. Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) zeichnet sich zusammen mit der Universität Tübingen (Prof. Dr. Ulrich Trautwein) für die Etappe 5‚ Gymnasiale Oberstufe und Übergänge in (Fach-)Hochschule, Ausbildung oder Arbeitsmarkt‘ verantwortlich.

Die gymnasiale Oberstufe bildet im deutschen Bildungswesen die Brücke zwischen der allgemeinbildenden Schule und den Hochschulen. Mit dem Abitur erwerben die Abiturienten formal die Zugangsberechtigung zu allen existierenden Studienfächern an allen deutschen Universitäten. Damit stellt sich an die gymnasiale Oberstufe der komplexe Anspruch, nicht nur für die Vermittlung von Allgemeinbildung und Wissenschaftspropädeutik zuständig zu sein, sondern mit der Vergabe des Abiturs in gewisser Weise auch die allgemeine Studierfähigkeit der jungen Erwachsenen zu garantieren.

Im Rahmen des NEPS sollen die Abiturienten längsschnittlich über ihre weiteren Bildungsetappen begleitet werden. Studien zum Abitur und zum Übergang in die Hochschule bzw. die berufliche Ausbildung haben bislang die Vermittlung des wissenschaftsbezogenen Denkens und Handelns in der Schule noch nicht in ausreichender Tiefe inkorporiert, so dass hier ein Schwerpunkt liegt. So sind die zentralen Fragestellungen der Etappe 5:

  • Wie verläuft die (fachspezifische) Kompetenzentwicklung in der gymnasialen Oberstufe in unterschiedlichen Schularten (z.B. berufliche vs. allgemeinbildende Gymnasien)?
  • Wie wichtig sind fachspezifische und wissenschaftspropädeutische Kompetenzen im Vergleich zu bereichsübergreifenden Kompetenzen (kognitive Fähigkeiten, kritisches Denken, Problemlösefähigkeiten, Teamfähigkeit, Medienkompetenzen, Lernstrategien) für den erfolgreichen Studien- bzw. Berufseinstieg und den weiteren beruflichen Erfolg?

Projektbezogene Publikationen

Wagner, W., Kramer, J., Trautwein, U., Lüdtke, O., Nagy, G., Jonkmann, K., Maaz, K., Meixner, S. & Schilling, J. (2011). Upper secondary education in academic school tracks and the transition from school to postsecondary education and the job market. In H.-P. Blossfeld, H.-G. Roßbach & J. von Maurice (Eds.), Education as a Lifelong Process. The German National Educational Panel Study (NEPS) (Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Special Issue), 233-249.

Kooperationen

Das Nationale Bildungspanel (National EducationalPanel Study, NEPS) ist eine Studie am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. NEPS steht für ein interdisziplinär zusammengesetztes, deutschlandweites Exzellenznetzwerk an dem sich mehr als 20 Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligen und das unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach koordiniert und administriert wird.

In Etappe 5 kooperiert das DIPF mit der Eberhard Karls Universität Tübingen (Prof. Dr. Ulrich Trautwein). 

Projektleitung

Kai Maaz

Projektteam

Michaela Kropf

Projektdaten

Status:
Laufende Projekte
Laufzeit:
10/2010 - 10/2018
Finanzierung:
Drittmittelprojekt
Forschungsthema: Bildungsrenditen und Bildungsverläufe
Abteilung: Struktur und Steuerung des Bildungswesens
Kontakt:
zuletzt verändert: 02.12.2016