Logo: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

Projekte

Neuauflage der „Schulrechtskunde“

Die "Schulrechtskunde" ist ein Handbuch für Praxis, Rechtsprechung und Wissenschaft, das über Stand und Entwicklung des deutschen Schulrechts informiert. Die 8. Auflage dieses Klassikers des deutschen Schulrechts wird im Wesentlichen an der Struktur der im Jahre 2000 erschienenen 7. Auflage festhalten und greift zugleich die Veränderungen und Probleme auf, die die Entwicklung des Schulrechts seitdem bestimmen.

Projektbeschreibung

Die 8. Auflage des „Klassikers“ des deutschen Schulrechts hält im Wesentlichen an der Struktur der im Jahre 2000 erschienenen 7. Auflage fest und greift zugleich die Veränderungen und Probleme auf, die die Entwicklung des Schulrechts seitdem bestimmen. Das Buch ist ein Handbuch für Praxis, Rechtsprechung und Wissenschaft, das über Stand und Entwicklung des deutschen Schulrechts informiert.

Aus der Vielfalt der Fragestellungen, die das Handbuch erörtert, seien beispielhaft die folgenden herausgegriffen:
Was heißt eigentlich Schulrecht? Auf welchen rechtlichen Grundlagen beruht das Schulwesen? Wie ist es gegliedert? Wie verhalten sich staatliche Verantwortung für das Schulwesen und Eigenverantwortung der einzelnen Schule zueinander? Wie ist die Rechtsstellung der Schulen in freier Trägerschaft geregelt? Wie reagiert das (Schul-)Recht auf die Herausforderungen durch soziale und regionale Disparitäten, insbesondere im Hinblick auf Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund? Wie ist die Rechtsstellung des Religionsunterrichts? Kann oder muss der Staat für einen islamischen Religionsunterricht in der Schule sorgen?
Wie weit werden das Elternrecht und die Rechte der Schülerinnen und Schüler durch das Schulverhältnis eingeschränkt? Welche rechtlichen Grundsätze gelten für Leistungsbewertungen, insbesondere für Prüfungen? Welche Verhaltenspflichten müssen Schülerinnen und Schüler in der Schule beachten? Welchen Sanktionen (Erziehungsmaßnahmen, Ordnungsmaßnahmen) unterliegen sie bei Regelverstößen? Wie können sich Schüler und Eltern, die sich durch schulische Maßnahmen ins Unrecht gesetzt fühlen, zur Wehr setzen?
Lehrkräfte – Beamte oder Angestellte? Welche Schranken gelten für Lehrkräfte in der Schule bei der Ausübung ihrer Grundrechte? Dürfen muslimische Lehrerinnen ein Kopftuch tragen? Was bedeutet pädagogische Freiheit der Lehrkräfte? Wie weit reicht ihre Aufsichtspflicht gegenüber Schülern?

Das Handbuch gliedert sich in drei Teile:

  • Der erste Teil widmet sich den rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Schulwesens;
  • der zweite Teil befasst sich mit der Rechtsstellung der Schüler und Eltern;
  • der dritte Teil erörtert die Rechte und Pflichten der Lehrkräfte.

Schulrecht in Deutschland ist überwiegend Landesrecht, also Recht der 16 Länder; gleichwohl ist es im Wesentlichen einheitlich. Das Werk zielt somit auf eine Gesamtdarstellung, die den Vergleich zwischen den landesspezifischen Ausprägungen des deutschen Schulrechts ermöglicht.

Ein Buch, das das Recht der Schule zum Gegenstand hat, muss in erster Linie dem „geltenden Recht“, also dem vom Parlament erlassenen Gesetz, Rechnung tragen. Es muss somit – im Rahmen des Grundgesetzes und der Landesverfassungen – vor allem die Schulgesetze der 16 Länder und die auf ihrer Grundlage erlassenen Rechtsverordnungen zugrunde legen. Darüber hinaus werden die höchstrichterliche Rechtsprechung in Bund und Ländern, insbesondere die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts berücksichtigt. Außerdem setzt sich das Buch mit den Meinungsäußerungen im rechtswissenschaftlichen Schrifttum, in vielen Fällen überdies mit den Erkenntnissen anderer Disziplinen, vor allem der Erziehungswissenschaft, auseinander.

Projektleitung

Projektdaten

Status:
Abgeschlossene Projekte
Abteilung: Struktur und Steuerung des Bildungswesens
zuletzt verändert: 25.11.2013