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ViWa – Visuelle Wahrnehmungsleistungen

ViWa – Visuelle Wahrnehmungsleistungen

Die visuelle Wahrnehmung von Kindern gilt als früher Indikator von Lern- und Leistungsstörungen. In dem Projekt ViWa wird die visuelle Wahrnehmungsentwicklung und ihre Zusammenhänge mit mathematischen Vorläuferfertigkeiten und sozial-emotionalen Kompetenzen bei 4 bis 10jährigen Kindern untersucht.

Projektbeschreibung

Visuelle Wahrnehmungsleistungen gelten als Vorläuferfertigkeiten höherer kognitiver Prozesse und als frühe Indikatoren für Lern- und Entwicklungsstörungen (Büttner, Dacheneder, Schneider & Weyer, 2008). Im Projekt wird die visuelle Wahrnehmungsentwicklung von Kindern im Alter zwischen 4 und 10 Jahren untersucht. Darüber hinaus werden Zusammenhänge der visuellen Wahrnehmung mit (1) Vorläuferfertigkeiten mathematischer Kompetenzen und (2) sozial-emotionalen Kompetenzen betrachtet. Das Projekt ViWa wird im Rahmen einer Normierungsstudie und Neuauflage des psychologischen Testverfahrens FEW-2 (Frostigs-Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung-2) mit 4 bis 10jährigen Kindern durchgeführt.

Zentrale Fragestellung

(1) Frühe mathematische Kompetenzen und visuelle Wahrnehmungsleistungen
Aktuelle Theorien zur kognitiven Entwicklung postulieren, dass der Wissenserwerb auf bereichsspezifischen Kernkompetenzen beruht. So wird ein Verständnis für Mengenrelationen als Grundlage des Erwerbs arithmetischer Fertigkeiten angenommen. Dieses Verständnis für Mengenrelationen wird in standardisierten Tests über den Vergleich von Punktmengen hinsichtlich ihrer Anzahl erfasst. Dem Kind werden zwei Punktmengen gezeigt und es wird aufgefordert abzuschätzen, welche Darstellung eine größere Anzahl von Punkten enthält. Hierbei zeigt sich, dass die Differenzierungsleistung durch die visuellen Eigenschaften der Stimuli beeinflusst wird. Zudem wird davon ausgegangen, dass die Bearbeitung arithmetischer Aufgaben visuell-räumliche Verarbeitungsprozesse beinhaltet. Im Fokus des Projekts steht die Frage, ob der Zusammenhang zwischen dem Verständnis für Mengenrelationen und arithmetischen Fertigkeiten über die visuellen Wahrnehmungsleistungen von Kindern vermittelt wird.

(2) Auge-Hand-Koordination und sozial-emotionale Kompetenz
Feinmotorik und insbesondere die Auge-Hand-Koordination sind bei Kindern noch eng mit ihrer kognitiven Entwicklung verknüpft. Im Projekt sollen Zusammenhänge feinmotorischer und sozial-emotionaler Entwicklung weiter untersucht werden. Weiterhin wird betrachtet, inwieweit unterschiedliche feinmotorische Aufgaben mit sozial-emotionalen Fertigkeiten zusammenhängen.

Finanzierung

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Kooperationen

  • Goethe Universität Frankfurt am Main, Institut für Psychologie

Ausgewählte Publikation

Müller, C., Otto, B., Werlberger, J., & Podstoletz, R. (2015, August). Zum Zusammenhang visueller Wahrnehmungsfähigkeiten und sozial-emotionaler Kompetenzen bei Kindern. Vortrag auf der 22. Tagung der Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Frankfurt a. M.

Weitere Informationen

Website: IDeA-Zentrum

Projektleitung

Projektteam

Projektdaten

Status:
Laufende Projekte
Laufzeit:
2014 - 2016
Finanzierung:
Drittmittelprojekt
Abteilung: Bildung und Entwicklung
Kontakt: Jan Lonnemann
zuletzt verändert: 12.04.2016