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Projekte

Zum Übergang auf weiterführende Schulen - Analyse der Schulstatistik aus 10 Bundesländern

Das Projekt stellt eine umfassende Analyse von schulstatistischen Daten dar, die während der Phase des Übergangs von der Grundschule auf die weiterführenden Schulformen erhoben werden.

Projektbeschreibung

Das Projekt stellt eine umfassende Analyse von schulstatistischen Daten dar, die während der Phase des Übergangs von der Grundschule auf die weiterführenden Schulformen erhoben werden. Die verwendeten Daten gehören überwiegend nicht zu den zwischen den Bundesländern abgestimmten Erhebungsprogrammen und sind daher auch nicht in den jährlichen gemeinsamen Veröffentlichungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder enthalten. Quelle der ausgewerteten Daten sind regelmäßige Sondererhebungen der Statistischen Landesämter, der Kultusministerien und der Qualitätsagenturen der Länder, die diese Daten nach Anforderung bereitstellen.
Im Abschlussbericht werden neben den Angaben zu den ausgesprochenen Schulempfehlungen und den tatsächlichen Übergängen weitere (je nach Verfügbarkeit) statistische Daten zum Übergangsprozess analysiert:

  • Die tatsächliche Schulwahl der Eltern nach dem Erhalt der Schulempfehlung
  • Die Akzeptanz der Schulempfehlung durch die Eltern
  • Ergebnisse von Aufnahmeprüfungen in Ländern mit bindenden Schulempfehlungen
  • Der Schulerfolg am Ende der Probezeit.

Die Analyse ermöglicht vertiefte Einsichten in landesspezifische Entwicklungen des Übergangsprozesses, die durch andere Studien bisher noch nicht sichtbar geworden sind. Die Daten werden von einigen Ländern seit fast 40 Jahren erhoben, andere Länder haben erst vor wenigen Jahren mit einer zentralen Erhebung begonnen.
Die Interpretation der Daten erfolgt unter Berücksichtigung der landesspezifischen rechtlichen Regelungen beim Schulübergang. Überprüft werden soll, ob schulgesetzliche Regelungen (insbesondere bindende vs. nicht bindende Schulempfehlungen) einen Einfluss auf den Anteil an ausgesprochenen Schulempfehlungen sowie die tatsächlichen Übergangsquoten haben. Vor dem Hintergrund von Schulstrukturreformen in mehreren Bundesländern wird das Schulwahlverhalten der Eltern in den Blick genommen.
Mit diesem Projekt werden die Forschungen zum Übergang auf weiterführende Schulen um statistisches Datenmaterial bereichert, aus dem nach ersten Analysen hervorgeht, dass Bildungsentscheidungen neben individuellen Faktoren auch durch Faktoren wie den gesetzlichen Bestimmungen beim Übergang, der Schulstruktur im konkreten Bundesland sowie das Angebot anschließender Bildungsgänge nach der Sekundarstufe I beeinflusst werden.
Untersuchte Bundesländer:
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein

Publikationen

Zugehörige Publikation

Projektleitung

Horst Weishaupt

Projektdaten

Status:
Abgeschlossene Projekte
Laufzeit:
05/2010 - 03/2011
Forschungsthema: Bildungsmonitoring
Abteilung: Struktur und Steuerung des Bildungswesens
zuletzt verändert: 18.11.2015