Prof. Dr. Horst Weishaupt
- Name
- Weishaupt
- Vorname
- Horst
- Titel
- Prof. Dr.
- Funktion
- ehemaliger Direktor der Abteilung Steuerung und Finanzierung
- Telefon
- +49 (0)69 24708-203
- weishaupt@dipf.de
- Arbeitseinheit
- Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens
- Publikationen
- Publikationen Weishaupt
Zur Person
- Geboren am 2.11.1947 in Frankfurt am Main
- 1957-1963 Besuch der Falk-Realschule in Frankfurt am Main
- 1963 bis 1967 Studium am Pädagogischen Fachinstitut in Jugenheim/Bergstr. Abschluss mit der "Ersten Prüfung zum Erwerb der Lehrbefähigung in musisch-technischen Fächern an öffentlichen Schulen" mit den Unterrichtsfächern Musik und Kunsterziehung. (Fachgebundene Hochschulreife über Prädikatsexamen)
- 1.9.1967 bis 15.9.1968 Lehrer an einer Grund-, Haupt- und Realschule in Darmstadt
- 1968 bis 1973 Studium der Pädagogik an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt am Main mit den Nebenfächern Psychologie, Soziologie, Musikwissenschaft und Evangelische Theologie
- 1974 Diplom in Pädagogik
- 1.4.1974 - 30.9.1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Ökonomie des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main
- 1990 Promotion in Erziehungswissenschaft
- 1.10.1992 - 30.9.2004 Professur für "Empirische Bildungsforschung" an der Pädagogischen Hochschule Erfurt/Mühlhausen (ab 2001 Universität Erfurt)
- 1.10.2004 - 31.3.2008 Professor für „Empirische Bildungsforschung“ an der Bergischen Universität Wuppertal
- 2005 - 2008 Vorsitzender des Vorstands des „Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung“ der Universität Wuppertal
- Seit 1.4.2008 beurlaubt zur Übernahme der Leitung der Abteilung (Arbeitseinheit) „Steuerung und Finanzierung“ am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main
- Seit 1970 verheiratet, drei Kinder: Wibke (1976), Wendelin (1978), Benedikt (1985)
Aktuelle Arbeits- und Forschungsschwerpunkte
Schulorganisation und -entwicklung, Bildungsplanung, Räumliche Aspekte im Bildungswesen, Lehrerforschung, Situation der Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung
Formen der Lehrerkooperationen und Beanspruchungserleben an Ganztagsschulen
Jun.-Prof. Dr. Oliver Böhm-Kasper/ Prof. Dr. Cornelia Gräsel/ Prof. Dr. Horst Weishaupt
Das zentrale Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Belastung und Beanspruchung von Lehrern an Ganztags- und Halbtagsschulen zu vergleichen. Dafür wird ein theoretisches Modell verwendet, das in vorangegangenen Studien bereits empirisch überprüft wurde. Speziell wird untersucht, welche Rolle die Kooperation von Lehrkräften – sowohl mit Kollegen als auch mit anderen Berufs- und Personengruppen – für die Belastung und Beanspruchung spielt. Eine quantitative Untersuchung wird als Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten durchgeführt und beinhaltet eine standardisierte Panel-Befragung von Lehrkräften und weiterem pädagogischen Personal zu ausgewählten Merkmalen des schulischen Belastungs- und Beanspruchungszusammenhangs sowie verschiedenen Kooperationsformen und ‑bedingungen. Die Fragebogenuntersuchung wird an voll gebundenen, vor 2002 bestehenden Ganztagsschulen sowie Halbtagsschulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. In einer qualitativen Studie werden an ausgewählten Schulen Leitfadeninterviews verwendet. Dadurch erfahren die durch Zusammenhangsanalysen und Aggregation gebildeten Aussagen zur Belastung/ Beanspruchung und der Lehrerkooperation eine Konkretisierung und Gültigkeitsüberprüfung (kommunikative Validierung). Zudem dienen die Interviews als Vorstudie für die Entwicklung von Erhebungsinstrumenten zu Inhalten und Qualitäten berufsübergreifenden Kooperation.
Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Laufzeit: 1/2008 -12/2009
Regionale sozio-ökonomische Bedingungen und Schulwahl am Beispiel der Grundschulen in Wuppertal
Prof. Dr. Kerstin Schneider/ Prof. Dr. Horst Weishaupt/Dr. Claudia Schuchart
Mit dem neuen Schulgesetz in NRW werden die Grundschulbezirke – in Wuppertal 2008 - aufgehoben. Den Eltern soll damit die Wahl der Grundschule frei gestellt werden. Mit dem Projekt soll untersucht werden, in welchem Umfang bereits heute durch die Wahl der Eltern zwischen Gemeinschaftsschule und Bekenntnisschule (öffentliche evangelische und katholische Grundschulen) und die Möglichkeit einer Erlaubnis zum Besuch einer anderen als der zuständigen Schule die Eltern Wahlentscheidungen treffen. Unsere Vermutung ist, dass die Aufhebung der Schulbezirke keine weitreichenden praktischen Konsequenzen haben wird, weil die Eltern bereits jetzt eine von der zuständigen Grundschule abweichende Schulwahl durchsetzen können. Bildungsbewußte Eltern mit einer im Durchschnitt höheren Bildung werden eher ihre Bildungswünsche für ihre Kinder durchsetzen als Eltern, die wegen ihrer niedrigen Bildung und ökonomischen Situation eher die nächstgelegene Schule akzeptieren. Deshalb ist anzunehmen, dass mit den regionalen Unterschieden der Sozialstruktur der Bevölkerung innerhalb des Stadtgebiets Wuppertals auch die Akzeptanz der zuständigen Schule durch die Eltern variiert. Da die Schulstatistik keine Informationen über die Sozialstruktur der Schüler (nur den Ausländerstatus und die Konfession, über die auf soziale Situationen geschlossen werden kann) enthält, werden neben den schulstatistischen Informationen auch Daten der Bevölkerungsstatistik verwendet, die möglichst auf die Grundschulbezirke aggregiert werden, um die sozialen Bedingungen der Grundschulbezirke erfassen zu können. Dann ist es erforderlich, anhand der Schülerdateien die Schüler nach Wohnort zu erfassen.
Weiterführend sind Befragungen von Eltern zu den Schulwahlbedingungen in unterschiedlich strukturierten Stadtteilen geplant, die sich sowohl auf die Wahl der Grundschule als auch die Wahl der weiterführenden Schule beziehen. Unterstellt wird, dass den Elternentscheidungen Kosten-Nutzen-Überlegungen zugrunde liegen.
Drittmittelgeber: Deutschen Forschungsgemeinschaft
Laufzeit: 3/2008 – 2/2010 (2. Phase vorgesehen)
Prüfung der Leistungsfähigkeit und Verbesserung der Struktur amtlicher Daten im Rahmen der Konstruktion von schulbezogenen Sozialindizes
Prof. Dr. Horst Weishaupt
Gegenstand des Projektvorhabens ist die Untersuchung der Möglichkeit der Konstruktion von kleinräumigen Sozialindizes mit dem Ziel, regelmäßig anfallende amtliche Daten so aufzubereiten, dass von der Wissenschaft forschungsökonomisch praktikable und valide schulspezifische Sozialindizes entwickelt werden können. In den geplanten Projektarbeiten werden amtliche kleinräumige Daten mit Daten der amtlichen Schulstatistiken und Sekundärdaten verknüpft und in Form eines konsistenten Datensatzes aufbereitet. Auf Basis verschiedener Datenquellen und Verfahren werden dann beispielhaft Sozialindizes für Schulen in Dortmund und dem Kreis Coesfeld berechnet und mit entsprechenden Ergebnissen einer aktuell durchgeführten Befragung an den Schulen evaluiert. Das Projekt wird im Verbund zwischen dem Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) und drei Hochschuleinrichtungen durchgeführt.
Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kooperationspartner:
- LDS NRW / Forschungsdatenzentrum der Statistischen Landesämter (Kurt Imhäuser/PD Dr. Jörg-Peter Schräpler)
- Universität Dortmund – Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) (Prof. Dr. Wilfried Bos)
- ZEFIR – Zentrum für interdisziplinäre Ruhrgebietforschung an der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier)
Laufzeit: November 2007-Juli 2008
