Bibliometrie

Im Zentrum des DFG-Projekts „Innovative bibliometrische Verfahren zur kontinuierlichen Beobachtung der sozialwissenschaftlichen Forschungsproduktion“ stehen neue bzw. neu verwendete Formen der bibliometrischen Analyse, welche die sehr aufwändige und wissenschaftlich umstrittene Zitationsanalyse als Performanzindikatoren für Forschung und Lehre ergänzen können.

Internationale Instrumente zur Analyse des wissenschaftlichen Publikationsaufkommens beziehen die deutschen Erziehungswissenschaften nur marginal ein, deutsche Datenbanken unterstützen die Erfordernisse bibliometrischer Analysen nur unzureichend. Hinzu tritt, dass mit der Entwicklung von neuen Editionsverfahren digitale Publikationen relevant werden, die jedoch durch die traditionellen bibliometrischen Verfahren, die sich vor allem auf Verlagszeitschriften beziehen, nicht hinreichend erfasst werden.

Das Bibliometrie-Projekt will methodische Herangehensweisen und technische Verfahren für ein indikatorengestütztes Monitoring der Erziehungswissenschaften entwickeln und erproben. Ziel ist es, die instrumentellen Voraussetzungen für Maßnahmen der Evaluation, Qualitätssicherung und Transparenz von Forschungsleistungen in der Erziehungswissenschaft (die methodisch auch auf andere Bereiche sozialwissenschaftlicher Forschung übertragbar sind) zu verbessern. Die Ergebnisse des Projekts sind sowohl für Forschungsförderung und wissenschaftliche Fachgesellschaften als auch für Studierende, Lehrende und Forschende sowie die breitere Fachöffentlichkeit von Nutzen.

Das Bibliometrie-Projekt wird im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Anwendungen und Dienstleistungen, die aus dem Projekt hervorgehen, werden im Fachportal Pädagogik nachhaltig gesichert werden.

Status
  • abgeschlossen
Laufzeit
7/2007 - 3/2010
Arbeitseinheit
Informationszentrum Bildung
Projektleitung
Alexander Botte
Marc Rittberger
Kontakt
Werner Dees