Europäischer Dialog im Bereich der beruflichen Bildung

Die externe Evaluation des EU-Projekts „Europäischer Dialog zu den aktuellen Herausforderungen und innovativen Maßnahmen in der beruflichen Bildung (innovet)“ umfasst zwei Teile: einen Evaluationsbericht und ein Kompendium zur beruflichen Bildung in den Partnerländern Deutschland, Polen  und Österreich. Gemäß den Projektzielen ist die umfangreiche Textsammlung zugleich als eine Vorarbeit zu einem „europäischen Handbuch der Berufsbildung“ für gewerkschaftliche Akteure angelegt.
Die Projektträger  planten einen Erfahrungsaustausch mit dem Ziel des mittelfristigen Wissenstransfers zwischen kooperierenden Bildungs-Gewerkschaften in Europa. Insbesondere sollten Gewerkschaftsakteure in Deutschland, Polen und Österreich Impulse und Anregungen für die nationalen und europäischen Reformdiskussionen im Berufsbildungsbereich über ein Handbuch erhalten. Im Hintergrund dieser Überlegungen stehen zum einen die Abbildung der nationalen Unterschiede in der Beteiligungspraxis der Sozialpartner bei Entscheidungen über die Berufsbildungsstruktur des jeweiligen Landes, zum anderen der aufgrund der gemeinsamen Zielsetzungen der Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft zunehmende Einfluss europäischer Entwicklungen in Bildungsfragen. Als wichtiger Teil des Projekts ist eine dreisprachige internetgestützte Kommunikationsplattform geplant.

Im Evaluationsbericht wie im Kompendium wird den Fragen nachgegangen, wie die beteiligten Länder Deutschland, Polen und Österreich das Problem Jugendarbeitslosigkeit lösen, wie sie eine Verbesserung von Chancengleichheit auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erreichen, wie die Qualität der beruflichen Ausbildung sowie die Beteiligung aller an Prozessen des lebenslangen Lernens zu verbessern ist.

  • Wie können die mit dem europäischen Qualifikationsrahmen verbundenen Anforderungen sowie die sozialen Interessen der an Bildungsprozessen Beteiligten berücksichtigt sowie geeignete Voraussetzungen für umfassende Qualifizierung für Lernende wie für Lehrende geschaffen werden?
  • Welche neuen Wege für berufliche Ausbildung schlagen die Gewerkschaften zukünftig vor (Validierung und Modularisierung)? 
  • Wie kann die staatliche Verantwortung für Bildung und Ausbildung umgesetzt sowie das Recht auf Bildung umfassend verwirklicht werden? 
  • Welchen Anteil hat zur Beantwortung dieser Fragen das EU-Projekt geleistet?

Die Projektevaluation besteht aus einem formativen und einem summativen Teil. Letzterer wird mit dem vorgelegten Bericht inklusive der Zusammenstellung des Kompendiums abgeschlossen. Die externe Evaluation des EU-Projekts kann auf eine vielfältige Dokumentenlage von zwei Konferenzen und einen Workshop zurück greifen. Methodisch stützt sich die externe Bewertung auf inhaltsanalytische Auswertungen der Konferenzdokumente und der aufgezeichneten Expertengespräche. Darüber hinaus können die Ergebnisse aus der teilstandardisierten schriftlichen Befragung der Konferenzteilnehmer in Hamburg sowie aus einer Nutzungsanalyse der Webseite „Innovet“ einbezogen werden.

Kooperationspartner

Finanzierung

Im Rahmen der Haushaltslinie 04 03 30 02 der Europäischen Kommission werden Maßnahmen gefördert, die die „Entwicklung der sozialen Dimension des Binnenmarktes, einschließlich Fragen der Chancengleichheit und der Währungsunion“ bearbeiten.


Zur Hompage des EU-Projektes

Status
  • abgeschlossen
  • Institutsübergreifende Projekte
Laufzeit
September 2007 – Dezember 2008
Arbeitseinheit
Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens
Projektleitung
Thomas Kimmig
Kontakt
Harry Neß