Das Zentrum für Individuelle Entwicklung und Lernförderung (
IDeA) bearbeitet projektorientiert Themenfelder der Grundlagen- sowie der angewandten Forschung im Bereich der kindlichen Entwicklung und der dabei wirksamen Risikofaktoren. Die Federführung des interdisziplinär angelegten Zentrums liegt beim DIPF, das – im Rahmen des hessischen Exzellenzprogramms
LOEWE – gemeinsam mit der Universität Frankfurt den Zuschlag dafür erhalten hat. Aus den Forschungsaktivitäten sollen empirisch fundierte Erkenntnisse darüber resultieren, wie sich soziale und neurokognitive Risiken auf die kognitive Entwicklung und auf die schulische Leistungsfähigkeit von Kindern auswirken. Der Fokus des Interesses liegt auf den möglichen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Einflussfaktoren. IDeA ist zunächst auf eine Laufzeit von sechs Jahren ausgelegt, die zeitliche Abfolge der geplanten Vorhaben gliedert sich in zwei Phasen: Projekte der ersten Phase untersuchen hauptsächlich, welche Faktoren erfolgreiches Lernen fördern oder hemmen und wie sich Risikokinder frühzeitig identifizieren lassen, um geeignete Präventionsmaßnahmen einzuleiten. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage, um in der zweiten Phase systematisch geeignete Fördermöglichkeiten für die pädagogische Praxis zu entwickeln und zu erproben sowie die Implikationen ihrer praktischen Umsetzung zu ermitteln. Thematisch legt IDeA den Schwerpunkt in dieser Transferphase auf die Untersuchung der Beschaffenheit optimaler Lernumgebungen sowie auf die Professionalisierung von Erzieherinnen und Lehrern.
Für das DIPF haben IDeA-Koordinator Marcus Hasselhorn, Leiter der Arbeitseinheit Bildung und Entwicklung, sowie Eckhard Klieme, Leiter der Arbeitseinheit Bildungsqualität und Evaluation, an der Erstellung des Hauptantrags für IDeA mitgewirkt. Von der Goethe-Universität Frankfurt waren als Hauptantragsteller Andreas Gold, Professor für Pädagogische Psychologie, Götz Krummheuer, Professor für Didaktik der Mathematik und Ruxandra Sireteanu (†), Professorin für Physiologische Psychologie und Biopsychologie, beteiligt. Projektbezogene Teilanträge stammen von Petra Schulz, Professorin für Deutsch als Zweitsprache, Theorie und Didaktik des Zweitspracherwerbs, Michael Fingerle, Professor für Sonderpädagogik, und Gerhard Büttner, Professor für Pädagogische Psychologie. Weiterer Kooperationspartner ist das Sigmund-Freud-Institut (SFI) in Frankfurt, dessen Direktorin Marianne Leuzinger-Bohleber ebenfalls einen Teilantrag zu IDeA beigesteuert hat.
Die Arbeitseinheit Bildung und Entwicklung ist federführend an folgenden Projekten beteiligt:
IDeA-Projekt Gedächtnis und Schulfähigkeit
IDeA-Projekt Kosmos
IDeA-Projekt LeA
IDeA-Projekt memo
IDeA-Projekt ReAL
Die Arbeitseinheit Bildungsqualität und Evaluation ist federführend an folgenden Projekten beteiligt:
IDeA-Projekt elbe
IDeA-Projekt Individuell angemessene Lernumgebungen
Ausführliche Informationen zum IDeA-Zentrum finden Sie auf der IDeA-Website www.idea-frankfurt.eu