Die Studie bezieht sich auf den Diskurs um E-Science und Informationsinfrastrukturen zur Unterstützung wissenschaftlicher Forschungen. Problematisiert wird in neueren Untersuchungen, dass in Informationssystemen wissenschaftliche Forschungs- und Arbeitsweisen verkörpert sind, die den tatsächlich stattfindenden wissenschaftlichen Vorgehensweisen oft nicht gerecht werden. Die Dissertation beschäftigt sich mit dieser Problematik, indem eine ethnographische Studie über die heterogenen Informationspraxen in der Bildungsforschung durchgeführt und in Bezug zum Diskurs um E-Science gestellt wird.
Die ethnographische Studie wird in Auseinandersetzung mit der informationswissenschaftlichen Bedarfsanalyse erstellt. Dabei wird sich an den Workplace-Studies aus dem Bereich des Computer Supported Collaborative Work (CSCW) sowie den empirischen Labor- und Technologiestudien aus dem Bereich der Science and Technology Studies (STS) orientiert. Die Forschung basiert auf mehreren Fallstudien bestehend aus Forschungsprojekten, die Bildung zum Gegenstand haben. Der Ansatz der Forschung soll dabei weder von einem Technik- noch von einem Sozialdeterminismus geleitet werden; stattdessen wird von einem komplexen Zusammenwirken von technologischen und sozialen Zusammenhängen ausgegangen. Bei der Erhebung der Daten wird auf einen Methoden-Mix zurückgegriffen, der in seinem Kernbestand aus Artefaktanalyse, Experteninterviews sowie teilnehmender Beobachtung besteht.
Ziele des Projekts:
Das Projekt wird aus Haushaltsmitteln finanziert.
