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Promotionsbegleitprogramm „empirische Bildungsforschung“

Programmzielstellung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat Ende 2007 eine großangelegte Förderinitiative zur Stärkung der empirischen Bildungsforschung gestartet. Vor allem die strukturelle Stärkung internationaler Kooperationen sowie die empirische Entwicklung und Validierung von Instrumenten für eine output- und evidenzbasierte Steuerung sind Ziele des Programms. Im Rahmen dieser Förderinitiative wurde 2009 als Baustein der Nachwuchsförderung das multidisziplinäre und anwendungsorientierte Promotionsbegleitprogramm „Empirische Bildungsforschung“ gestartet.

Derzeit nehmen über drei Förderkohorten hinweg insgesamt 72 gutachterlich ausgewählte Promovierende in drei Förderschwerpunkten teil. Sie werden während ihres Promotionsprozesses neben ihren Betreuern an den Herkunftsuniversitäten von 25 kontinuierlich am Programm beteiligten Experten aus unterschiedlichen Disziplinen fachlich beraten. Ergänzend unterstützt das Begleitprogramm den Promotionsprozess der Promovierenden durch methodische und überfachliche Qualifizierungsangebote.

Förderschwerpunkte

  • Bildungsforschung auf der Grundlage von Daten der amtlichen und halbamtlichen Statistik (Sekundäranalysen): In diesem Förderschwerpunkt werden 23 Promotionsvorhaben gefördert, die sich mit der Vernetzung von Fragen des Bildungsmonitorings, der Bildungsberichterstattung und der Indikatorenforschung (z.B. Sozialindex für Schulen, Prozessindikatoren, Indikatoren im Längsschnitt) befassen sowie die Besonderheiten bei der Auswertung bildungsstatistischen Materials thematisieren.
  • Kompetenzdiagnostik: Theoretische Aspekte der Kompetenzmessung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kompetenzdimensionen und zu Assessment-Verfahren sowie zu Problemen der Kompetenzbestimmung sind Themen der 17 Promotionsarbeiten dieses Förderschwerpunkts.
  • Empirische Fundierung der Fachdidaktiken: Der Förderschwerpunkt befasst sich insbesondere mit Forschungsfragen zur pädagogisch-psychologischen Messung von Lerneffekten und zur Verbesserung von Unterrichtsqualität. 32 Promovierende bearbeiten derzeit Projekte in diesem Förderschwerpunkt.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Promotionsthemen finden Sie hier.

Qualifikationsbereiche

Das Promotionsbegleitprogramm bietet folgende Qualifizierungsangebote an.

  • Fachveranstaltungen dienen der Vertiefung wichtiger theoretischer Aspekte oder politischer Implikationen pädagogischer Fragestellungen. Zur fachlichen Qualifizierung der Promovierenden finden jährlich zwei Fachveranstaltungen pro Förderkohorte statt. Inhalt der Fachtreffen ist die Vorstellung und Diskussion der Promotionsprojekte mit den stetig am Programm beteiligten Experten sowie die fachliche Qualifizierung der Promovierenden mittels fachspezifischer Vorträge über eingeladene nationale und internationale Referenten.
  • Methodische Workshops vermitteln sowohl theoretisch fundiertes, forschungsmethodisches Wissen als auch handlungspraktische Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit quantitativ- und qualitativ-empirischen statistischen Verfahren. Methoden-Workshops werden ca. dreimal im Jahr angeboten.
  • Überfachliche Workshops unterstützen die Promovierenden bei der Verbesserung ihrer Kompetenzen in der englischen Sprache. Durch die Förderung und Optimierung der Sprachkompetenz soll es den Promovierenden erleichtert werden, auf internationalen Tagungen zu präsentieren und in internationalen Journals zu publizieren. Außerdem soll ihnen die verbesserte Sprachkompetenz den Aufbau internationaler Forschungskontakte erleichtern. Jährlich werden ca. zwei überfachliche Workshops angeboten.

Stetige Experten im Promotionsbegleitprogramm

Finanzierung

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Status
laufend
Institutsübergreifende Projekte
Laufzeit
April 2009 - Dezember 2013
Arbeitseinheit
Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens
Bildung und Entwicklung
Bildungsqualität und Evaluation
Informationszentrum Bildung
Kontakt
Silvia Hessel
Marisa Richter
Horst Weishaupt