Informations- und Kommunikationstechnologien bieten neuartige und umfangreiche Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und des Informationsaustausches. Aufgrund ihrer inzwischen alltäglichen Verbreitung wird der kompetente, eigenverantwortliche und kritische Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologie, der unter dem Begriff Information and Communication Technology Literacy (ICT Literacy) zusammengefasst wird, als zunehmend bedeutsam für die gesellschaftliche Teilhabe angesehen.
Aus theoretischer Sicht ist das Konstrukt ICT Literacy bisher unzureichend definiert, zudem liegen aus diagnostischer Sicht nur wenige Instrumente vor, die eine valide Erfassung ermöglichen. Daher fokussiert das Projekt auf die theoretischen und empirischen Grundlagen zweier Facetten von ICT Literacy, nämlich die Kompetenz zur Bedienung grundlegender Interaktionsfunktionen des Computers sowie die Kompetenz zur Bewertung der Glaubwürdigkeit von online-Informationen. Mithilfe des vom TBA entwickelten Autorenwerkzeugs CBA Item Builder werden innovative Aufgabentypen erprobt, die Computerumgebungen simulieren und dadurch eine validere Messung und umfangreichere Verhaltensdaten (Reaktionen, Reaktionszeiten, Ereignissequenzen) ermöglichen.
Im Einzelnen werden folgende Zielsetzungen verfolgt und Forschungsfragestellungen auf empirischer Basis bearbeitet:
In einem ersten Schritt werden die theoretischen Grundlagen der beiden Facetten von ICT-Literacy geklärt und darauf aufbauend computerbasierte Messinstrumente entwickelt. Anschließend werden sie in zwei Untersuchungen in Klassen verschiedener Schulzweige erprobt, optimiert und validiert.
Förderung durch das BMBF
KooperationDIPF: Johannes Naumann, Ulf Kröhne
