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Publikationen

Die Produktion von (Un-)Selbständigkeit in individuellen Lernformen. Zur Analyse von schulischen Subjektivierungspraktiken

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen Unterrichtsgestaltung und der Entstehung von Subjektpositionen bei Schülern

Die Autorin stellt das Konzept der Subjektivierung dar und diskutiert dann für das schulische Feld die Annahme, dass problematische Konstellationen das Funktionieren von Subjektivierungspraktiken besonders sichtbar machen. Dazu erfolgt ein Abriss der Geschichte der modernen Interaktionsform Unterricht mit seiner Norm der „Selbständigkeit“, die Kennzeichnung der Subjektpositionen des selbständigen/unselbständigen Schülers und die Analyse des Beispiels eines unselbständigen Schülers, das in einer ethnografischen Untersuchung empirisch erhoben wurde. Es wird gezeigt, dass gerade die individualisierende Rahmung und die Settings neuerer Unterrichtsgestaltung eine unselbständige Subjektposition mit entsprechenden Kategorien und Zuschreibungen ermöglichen.

Reh, S. (2013).  In A. Gelhard, T. Alkemeyer & N. Ricken, Techniken der Subjektivierung (S. 189-200). München: Wilhelm Fink Verlag.

zuletzt verändert: 18.06.2014