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Publikationen

Die soziale Konstitution des Unterrichts in pädagogischen Praktiken und die Potentiale qualitativer Unterrichtsforschung

Rekonstruktionen des Zeigens und Adressierens

Das sequentielle Vorgehen der qualitativen Unterrichtsforschung bei der Rekonstruktion von Sinnemergenz ermöglicht, den Zusammenhang (Relationalität) von zwei meist analytisch getrennt gehaltenen Dimensionen pädagogischen Handelns – Bezug zur Sache und Bezug zur Person – in den Blick zu nehmen.

Im Verhältnis zum holistischen Vorgehen hochinferenter Ratingverfahren der quantitativen Forschung kann die sequentielle Erschließung von Sinn genau mit dieser Relationalität die Besonderheit pädagogischer Situationen erfassen. Plausibel gemacht wird dies anhand von Gesprächssequenzen aus Unterrichtsstunden, in denen Gedichte und Gedichtinterpretationen als „Sache“ konstituiert und Schülerinnen und Schüler damit auf eine ganz bestimmte Art als „hermeneutische Subjekte“ adressiert werden.

Reh, S. & Rabenstein, K. (2013) Die soziale Konstitution des Unterrichts in pädagogischen Praktiken und die Potentiale qualitativer Unterrichtsforschung. Rekonstruktionen des Zeigens und Adressierens. Zeitschrift für Pädagogik 59(3), 291-307.

zuletzt verändert: 19.08.2013