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Publikationen

Lernen und Lernstörungen

Prävalenz von Lernschwächen und Lernstörungen: Zur Bedeutung der Diagnosekriterien

In dieser Studie wurde die Häufigkeit von Lernschwächen und -störungen in der Mitte der Grundschulzeit anhand einer großen deutschen Stichprobe untersucht. Bei Lernschwächen und -störungen treten Minderleistungen in den drei schulischen Grundkompetenzen Lesen, Rechtschreiben und Rechnen trotz unbeeinträchtigter Intelligenz auf. Eine Lernstörung liegt jedoch nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation erst dann vor, wenn eine sehr große Diskrepanz zwischen der schulischen Minderleistung und der Intelligenz eines Kindes besteht.

Ein Ergebnis der Studie: Nahezu ein Viertel aller Kinder haben eine Lernschwäche in einem oder mehreren Leistungsbereichen und die Hälfte von diesen erfüllt auch die strengen Kriterien für eine Lernstörung.

Fischbach, A., Schuchardt, K., Brandenburg, J., Klesczewski, J., Balke-Melcher, C., Schmidt, C., Büttner, G., Grube, D., Mähler, C. & Hasselhorn, M. (2013). Prävalenz von Lernschwächen und Lernstörungen: Zur Bedeutung der Diagnosekriterien. Lernen und Lernstörungen, 2 (2), 65-76.

zuletzt verändert: 02.09.2013