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Publikationen

Prekarisierung der Profession: Historische Autorisierungsmuster zwischen Profession und Expertise

Aktuell diskutiertes Experten-Modell stellt das historisch gewachsene Professionsbewusstsein in Frage

Im Beitrag werden neue Überlegungen zur Kritik des Professions-Konzeptes rekapituliert und einem aktuell diskutierten Modell des Experten – zuständig nur für ausdifferenzierte Teile des professionellen Handlungsbogens, etwa die Diagnostik – entgegengestellt. Auf der Grundlage einer bildungshistorischen Fallbetrachtung (Lehrerautobiografien im 19. Jahrhundert) wird argumentiert, dass diese Form des „Experten“ das historisch gewachsene „Professionsbewusstsein“ und eine damit in Verbindung stehende spezifische Form der Autorisierung von Lehrerinnen und Lehrern als Professionelle (Autorisierung durch Erfahrung) herausfordert und in Frage stellt. Das könnte folgenschwere Verschiebungen in Anerkennung und Akzeptanz von Berufstätigen im pädagogischen Bereich nach sich ziehen.

Reh, S. (2014). In F. Kessl, A. Polutta, I. van Ackeren, R. Dobischat & W. Thole, Prekarisierung der Pädagogik – Pädagogische Prekarisierung? (S. 27–42). Weinheim: Beltz.

zuletzt verändert: 26.12.2012