Bildungspsychologie auf der Makroebene: Das Gesamtsystem im Fokus

Hertel, S. & Klieme, E. (2010). In C. Spiel, B. Schober, P. Wagner & Reimann, Ralph (Hrsg.), Bildungspsychologie (S. 416–432). Göttingen [u.a.]: Hogrefe.

Der Blick auf die Makroebene erweitert den Horizont der Bildungspsychologie auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen, kulturelle Werte, staatlich geregelte Strukturen und vernetze Teilsysteme, die Institutionen, Lehrende und Lernende beeinflussen – sei es durch explizite „Steuerung” oder implizite Erwartungen. Auch Überzeugungen, Handlungsmuster, Lernstile und Leistungsprofile sind durch Kultur und Bildungssystem geprägt. Professionelles Handeln im Bildungswesen setzt voraus, diese Grenzen zu reflektieren. Der Beitrag zeigt, dass Fragestellungen der Bildungspsychologie auf qualitative kulturvergleichende und quantitative bildungssystemvergleichende Ansätze zurückgreifen und eine Verknüpfung der Analyseebenen erfordern. Um dies zu erreichen ist eine Vernetzung mit weiteren psychologischen Disziplinen und den Erziehungswissenschaften wichtig.

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