Visionäres Projekt zur Künstlichen Intelligenz

Visionäres Projekt zur Künstlichen Intelligenz
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VolkswagenStiftung fördert Forschung aus Ökonomie, Psychologie, Recht, Medizin, Informatik und Bildungsforschung zur KI – mit DIPF-Beteiligung.

Vom Maschinenlernen zum Maschinenlehren: Mit knapp 10 Millionen Euro Förderung regt die VolkswagenStiftung zu Forschungsprojekten an, die ergründen, wie sich Künstliche Intelligenz auf die Gesellschaft auswirken wird. Die Goethe-Universität Frankfurt (GU) war mit einem Antrag erfolgreich, der die Entwicklungen im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion in der Bildung in den Blick nimmt. Am Projekt beteiligt ist auch Prof. Dr. Hendrik Drachsler vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation.

Das interdisziplinäre Projekt mit dem englischen Titel „From Machine Learning to Machine Teaching (ML2MT) – Making Machines AND Humans Smarter“ hat der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Oliver Hinz gemeinsam mit Kolleg*innen verschiedener Fächern beantragt. Der Erfolg von lernenden Maschinen wie im Paradebeispiel des Brettspiels Go (in der Computerversion „AlphaGo Zero“) hat die Wissenschaftler*innen inspiriert. Ihr Projekt zielt auf ein besseres Verständnis dessen ab, wie Menschen und Maschinen in kollaborativen Mensch-KI-Systemen in symbiotischer Interaktion miteinander neues Wissen erschließen können. Zu diesem Zweck erforscht das Konsortium die analytischen und technischen Grundlagen, die für den erfolgreichen Transfer neuen Wissens von intelligenten Maschinen auf Menschen und umgekehrt verantwortlich sind. Untersucht wird dies mittels hybrider Mensch-Maschine-Systeme in Fallstudien aus der medizinischen Diagnostik, der wirtschaftlichen Entscheidungsfindung und der Finanzmarktprognose.

Das Team will verallgemeinerbare sozio-technologische und psychologische Erkenntnisse ableiten und Empfehlungen geben, um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine weiter zu verbessern.

Am Projekt wirken im Einzelnen mit:

  • Prof. Oliver Hinz (Wirtschaftswissenschaften, GU (Leitung)),
  • Prof. Yee Lee Shing (Entwicklungspsychologie, GU),
  • Prof. Loriana Pelizzon (Wirtschaftswissenschaften, GU) und
  • Prof. Tobias Tröger (Rechtswissenschaft, GU, beide außerdem am Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE, Frankfurt),
  • Prof. Gernot Rohde (Universitätsklinikum Frankfurt/Main und GU),
  • Prof. Kristian Kersting (Informatik, TU Darmstadt),
  • Prof. Hendrik Drachsler (Informatik, GU, und DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Standort Frankfurt/Main).

Insgesamt fördert die VolkswagenStiftung sieben Projektkonsortien aus den Gesellschafts- und Technikwissenschaften mit insgesamt 9,8 Mio. Euro. Mit ihrer Initiative „Künstliche Intelligenz“ will sie die fach- und länderübergreifende Forschung zur verantwortungsvollen Weiterentwicklung von KI-Systemen fördern.