Warum wird das deutsche Schulsystem nicht zentralisiert?

Warum wird das deutsche Schulsystem nicht zentralisiert?
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DIPF-Bildungshistorikerin Prof. Dr. Sabine Reh hat bei „Frag Leibniz“ geantwortet.

Mit dem Format „Frag Leibniz“ gibt die Leibniz-Gemeinschaft Bürger*innen die Möglichkeit, Fragen an die Wissenschaft zu stellen, und Expert*innen aus dem Kreis der Mitgliedsinstitute antworten dann. In ihrer Antwort auf die oben genannte Frage legt Professorin Reh kurz dar, wie Deutschland als Bundesstaat historisch gewachsen ist. Dabei blieb die Verantwortung für bildungspolitische Fragen bei der Gründung des deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871 bei den Bundesländern. Daraus sind föderale Strukturen entstanden, die bis heute gewisse Beharrungskräfte aufweisen. Es ließe sich aber aus der empirischen Forschung auch gar nicht genau beantworten, ob die Vorteile einer Zentralisierung die Nachteile überwiegen, so die Expertin. Zwar wäre ein zentralisiertes Bildungssystem sicher übersichtlicher, dennoch plädiert sie zuvorderst dafür, die bildungspolitischen Aufgaben noch ernster zu nehmen und in diesem Feld besser zusammenzuarbeiten.

Die ganze Antwort von Prof. Dr. Sabine Reh bei „Frag Leibniz“ (derzeit die oberste Frage in der Rubrik „Bildung und Wissenschaft“)