Abitur in Krisenzeiten: Wie war es früher?

Angesichts der Schulschließungen blickt der Tagesspiegel zurück auf das in früheren Zeiten schon mal vergebene „Notabitur“ – mit Einordnungen von DIPF-Bildungshistorikerin Prof. Dr. Sabine Reh.

So konnten Männer, die als Soldaten gebraucht wurden, zu verschiedenen Kriegszeiten unter erleichterten Bedingungen das Abitur ablegen. Von Vergleichen mit der heutigen Situation hält Sabine Reh aber nicht so viel: „Die von den Deutschen maßgeblich zu verantwortenden Weltkriege sind doch etwas anderes, als eine Pandemie.“ Zudem habe das Abitur heute, da um die 40 Prozent eines Jahrgangs diesen Abschluss erwerben und die Durchschnittsnote für den Zugang zu den Universitäten wichtig ist, eine ganz andere Bedeutung, so die Forscherin. Sie legt in dem Artikel zwar dar, dass man beim aktuellen Jahrgang wohl auch nicht um gewisse Nachteilsausgleiche herumkomme und daher sicher diskutiert werde, wie gerecht ein solcher Abschluss sei. Jedoch: „Der Streit um den besten Nachteilsausgleich suggeriert, wir hätten in den bisherigen Jahrgängen vollständig gerechte Bedingungen gehabt, das kann aber schon aufgrund eines immer wieder anders gearteten Unterrichts und verschiedener Voraussetzungen nicht der Fall. Natürlich müssen wir uns bemühen, es so gerecht wie möglich zu machen – perfekte Lösungen gibt es aber nicht.“

Der gesamte Artikel im Tagesspiegel mit weiteren fachlichen Einordnungen