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DIPF in den Medien

„Differenziertes Feedback statt Schulnoten in Klasse eins bis acht“

Die Jacobs Foundation spricht mit Prof. Dr. Eckhard Klieme im Interview über Schulnoten, Zentralabitur und volle Hochschulen.

Bildungsforscher Klieme geht in dem Interview auf zahlreiche vieldiskutierte Bildungsthemen ein. Zum Thema Schulnoten sagt der DIPF-Wissenschaftler: „Für den eigentlichen Lehr- und Lernprozess braucht man in unserem System für die Schuljahre eins bis acht die Noten nicht.“ Er plädiert dafür, dass die Lehrkräfte stattdessen differenziertes Feedback geben. Als ein wichtiges Element nennt er Entwicklungsgespräche mit den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern.

Auf die Frage, ob ein Zentral- oder ein lokales Abitur sinnvoller seien, antwortet Professor Klieme differenziert: „Ich bin ein Verfechter eines modularisierten Prüfungs- und Zertifizierungssystems.“ Es brauche zentrale und lokale Komponenten, so der Forscher. Deutlich wird er beim Thema Hochschulen: „Wir brauchen grundsätzlich Veränderungen. Ich denke, schon in der Ausstattung der Hochschulen, in der Bedeutung der Lehre, in den Ressourcen. Wir brauchen neue Konzepte.“

In dem Interview kommen noch zahlreiche weitere Themen zur Sprache, etwa der Vergleich mit dem Bildungswesen der USA, die Weiterentwicklung der Lehrerbildung und das Abschneiden Deutschlands bei der PISA-Studie.

Das gesamte Interview steht online zur Verfügung.
Professor Dr. Eckhard Klieme leitet die Abteilung Bildungsqualität und Evaluation des DIPF.

zuletzt verändert: 29.06.2017