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DIPF in den Medien

Haushaltschaos, wenig passende Erziehung und viel Zuneigung

Die Frankfurter Rundschau berichtet über die Ergebnisse einer Studie des Forschungszentrums „IDeA“. Im Blickpunkt stehen die Familienbeziehungen und -strukturen von Kindern mit ADHS.

Ergebnis der Untersuchung: Die Eltern von Kindern mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung) zeigten mehr inadäquates Erziehungsverhalten, kritisierten ihre Kinder häufiger und berichteten über ein höheres Haushaltschaos. Dennoch schätzten sie die Beziehung zu ihren Kindern positiver ein als Eltern von Kindern ohne ADHS. „Es ist anzunehmen, dass die Eltern trotz des herrschenden Chaos ihre Kinder mögen, positiv über sie sprechen und es genießen, Zeit mit ihnen zu verbringen“, so Dr. Andrea Wirth in dem Beitrag der Frankfurter Rundschau. Wirth gehört einer pädagogisch-psychologischen Arbeitsgruppe der Goethe-Universität Frankfurt am IDeA-Forschungszentrum an, die die Studie gemeinsam mit mehreren universitären Partnern durchgeführt hat.

Im Rahmen des vom DIPF koordinierten IDeA-Zentrums (Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk) erforschen das DIPF, die Goethe-Universität Frankfurt und das Sigmund-Freud-Institut Entwicklungsprozesse von Kindern in den ersten zwölf Jahren und Ansätze zu deren Lernförderung. Im besonderen Fokus stehen dabei Kinder mit einem erhöhten Risiko für individuellen Bildungsmisserfolg, zum Beispiel aufgrund von Lernstörungen.

 

Der Artikel in der Frankfurter Rundschau

Pressemitteilung der Goethe-Universität zu der Studie

zuletzt verändert: 05.04.2017