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DIPF in den Medien

Lehrkräftemangel mit kreativen Ideen begegnen

Der MDR spricht mit Prof. Dr. Kai Maaz über steigende Schüler/-innenzahlen und drohenden Lehrkräftemangel.

Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung wird die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der Bundesrepublik bis 2030 um rund acht Prozent ansteigen. Diese Prognose liegt deutlich über einer älteren Hochrechnung der Kultusministerkonferenz. Die abweichenden Zahlen hatten in der vergangenen Woche für Diskussion gesorgt. Bildungsforscher Prof. Dr. Kai Maaz vom DIPF wies nun im Gespräch mit dem MDR darauf hin, dass die neue Bertelsmann-Studie vor allem als „eine Prognose mit Zahlen, die nach oben oder unten abweichen können“, zu betrachten sei und sich, etwa aufgrund der aktuellen Zuwanderungsbewegungen, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen lasse, wie die Schüler/-innenzahlen in einigen Jahren aussehen werden. Zu bedenken sei außerdem, dass sich die Auswirkungen eines allgemeinen Anstiegs regional unterscheiden dürften: „Strukturschwächere ländliche Regionen werden auch langfristig mit rückgängigen Schüler/-innenzahlen zu tun haben, städtische Ballungsgebiete dagegen mit stark steigenden“, so der DIPF-Wissenschaftler. Um einem Lehrer/-innenmangel als Folge der steigenden Anzahl von Schülerinnen und Schülern entgegenzuwirken, werde man „weiterhin kreative Ideen entwickeln müssen, wie man pädagogisches Personal rekrutieren und es so weiterbilden kann, dass es in den Schuldienst gehen kann“, sagte Maaz weiter. „Wichtig ist aber, dass damit der Lehrer/-innenberuf nicht ersetzt werden darf.“


Zum Bericht des MDR

Informationen zur Studie der Bertelsmann-Stiftung

Aktuelle Zahlen zur deutschen Bildungslandschaft liefert auch der Nationale Bildungsbericht 2016.

zuletzt verändert: 17.07.2017