Nach dem Distanzlernen: Risiko von Lernstörungen vor allem bei Grundschulkindern

Nach dem Distanzlernen: Risiko von Lernstörungen vor allem bei Grundschulkindern

In einem Beitrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat sich Prof. Dr. Marcus Hasselhorn zu den Lernrückständen insbesondere bei Grundschulkindern nach den coronabedingten Schulschließungen geäußert.

Durch den digitalen Unterricht sei es den Lehrkräften kaum möglich gewesen, jeweils auf die individuellen Förderbedarfe der einzelnen Schüler*innen einzugehen. Je jünger die Kinder jedoch seien, desto stärker seien sie beim Einstieg in die Schriftsprache und die Mathematik auf individuelles Feedback angewiesen, so Hasselhorn, der Direktor der DIPF-Abteilung Bildung und Entwicklung. Untersuchungen aus vergleichbaren Ländern wie der Schweiz legten nahe, dass etwa 15 Prozent der Grundschüler nicht die Mindeststandards im Lesen, Schreiben und Rechnen erfüllen.

Hasselhorn verwies darauf, dass in Hessen gerade gezielte Förderprogramme für Grundschüler*innen entwickelt werden. Diese sollen helfen, Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwächen zu vermeiden. Auf diese Weise ließe sich auch ein Teufelskreis von Verständnisschwierigkeiten, schlechten Zensuren und Demotivation für die folgenden Schuljahre verhindern.

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