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DIPF in den Medien

Über die Lern- und Leistungsziele von der 5. bis zur 9. Klasse

Mehrere Medien berichten über eine neue Studie des DIPF und der Universität Kassel.

In der mittleren Schulphase nimmt bei allen Schülerinnen und Schülern das Interesse daran ab, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern, gute Leistungen zu zeigen und schlechte zu verbergen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die Désirée Theis vom DIPF gemeinsam mit Professorin Dr. Natalie Fischer von der Universität Kassel durchgeführt hat. „Deutlich geworden ist aber auch, dass das bei Jungen und Mädchen doch mit erheblichen Unterschieden geschieht“, so Studienleiterin Theis in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau, einem von mehreren Medienbeiträgen zu der Studie. So belegen die Ergebnisse, dass Lernen und Leistungen für Jungen in dieser Phase stärker an Bedeutung verlieren.

„Mädchen sind zu Beginn der 5. Klasse sehr interessiert daran, viel dazu zu lernen. Jungs sind in diesem Alter oft schon weniger motiviert“, erläutert die Bildungsforscherin in dem Interview. Und diese Lernzielorientierung nimmt dann bei den Jungen bis zur 9. Klasse auch noch stärker ab. Bei dem Bestreben, die eigenen Fähigkeiten zu zeigen und offensichtliche Fehler zu vermeiden, der Leistungszielorientierung, liegen beide Geschlechter zunächst gleichauf und der Rückgang fällt bis zu 7. Klasse ähnlich aus. Die Mädchen stabilisieren sich dann allerdings, „während das bei Jungs mit der Abnahme der Motivation ungebremst bis zum Ende der Mittelstufe weitergeht“, wie Theis ergänzt.

Das gesamte Interview mit Désirée Theis in der Frankfurter Rundschau
Weitere Berichte zu der Studie von Lizzynet und News4teachers
Pressemitteilung zu der Studie

Désirée Theis ist Koordinatorin der von mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen durchgeführten Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG). Im Rahmen dieser Gesamtstudie erfolgte auch Untersuchung zur Entwicklung der Lern- und Leistungszielorientierungen.

 

zuletzt verändert: 17.10.2017