Logo: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

DIPF in den Medien

„Was im Abitur geprüft wird, ist wissenschaftlich nicht zu entscheiden“

Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung befasst sich damit, wie vergleichbar die Abiturprüfungen in den verschiedenen deutschen Bundesländern sind. Denn es können teilweise ganz unterschiedliche Fächer gewählt werden. Darin spiegelt sich auch gesellschaftlicher Wandel wieder, wie Professorin Dr. Sabine Reh vom DIPF in dem Beitrag einordnet.

Die möglichen Fächer, die nur in manchen Bundesländern im Abitur als Prüfungsfach gewählt werden können, reichen von „Sorbisch“ in Sachsen über „Bautechnik“ in Bremen bis hin zu „russisch-orthodoxe Religionslehre“ in Bayern. Viele davon sind Sprachen, die einen regionalen oder kulturellen Bezug zu dem Bundesland haben. Zudem finden sich darunter vor allem alternative Angebote des Religionsunterrichts. Gewählt werden diese „Exotenfächer“ aber eher selten.

Professorin Reh, Direktorin der DIPF-Abteilung Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, wirft in dem Beitrag einen übergreifenden Blick auf die Entwicklung von Abiturfächern: „Was gelernt werden soll und im Abitur geprüft wird, das ist wissenschaftlich nicht zu entscheiden. Lehrinhalte verändern sich mit gesellschaftlichen Veränderungen, mit den wissenschaftlichen Entwicklungen muss die schulische Bildung bis zu einem gewissen Grad Schritt halten.“ Dass sich daraus auch in Teilen unterschiedliche Chancen für die Abiturientinnen und Abiturienten ergeben, ist für sie normal: „Das Abitur kann gar nicht vollkommen gerecht sein", so die Bildungsforscherin.

Der gesamte Beitrag in der Süddeutschen Zeitung

zuletzt verändert: 03.04.2017