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DIPF in den Medien

Zehn Jahre Sekundarschule in Berlin: (K)ein Erfolgsmodell?

Dr. Marko Neumann, stellvertretender Leiter der Abteilung Struktur und Steuerung des Bildungswesens und Projektleiter der Berlin-Studie, zieht im Interview mit dem rbb Inforadio zehn Jahre nach der Einführung des Sekundarschulmodells Bilanz.

Mehr Transparenz, Offenheit, Chancengleichheit:  Die Hoffnungen waren groß, als Berlin vor zehn Jahren Haupt-, Real- und Gesamtschulen abgeschafft und durch Integrierte Sekundarschulen ersetzt hat.

Und in der Tat sieht Dr. Marko Neumann, der die Reform im Rahmen der Berlin-Studie wissenschaftlich begleitet, genau dort einen Teilerfolg: "Die Strukturreform hat in jedem Fall dazu geführt, dass das System übersichtlicher und auch offener geworden ist", sagt er im Interview mit dem rbb Inforadio.

"Man hat einen neuen strukturellen Rahmen geschaffen, der hat sich aber bis jetzt noch nicht in den Leistungen der Schülerinnen und Schüler niedergeschlagen", fügt er an und verweist darauf, dass "durchschlagende Verbesserungen auf der Gesamtebene bisher kaum feststellbar sind." Das liege auch daran, dass die Schulen in ihrer Ausgestaltung weiterhin sehr unterschiedlich seien. Es sei zwar zum Teil gelungen, die Schülerschaft mehr zu durchmischen, auf die Leistungen habe sich dies jedoch noch nicht niedergeschlagen.

Neumanns Bilanz am Ende: "Es wurde ein Rahmen geschaffen, den es jetzt gilt mit dem Ausbau der pädagogischen Qualität zu füllen."

 

Zum kompletten Interview mit dem rbb Inforadio

 

Ein weiteres Interview zum Thema mit Dr. Marko Neumann auf rbbKultur finden sie hier.

zuletzt verändert: 08.01.2020
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