Initiative „Transfer von Sprachbildung, Lese- und Schreibförderung (BiSS-Transfer)“ gestartet

Bund und Länder haben über die Aufnahme der ersten 460 Schulen in die Bund-Länder-Initiative „Transfer von Sprachbildung, Lese- und Schreibförderung (BiSS-Transfer)“ entschieden. Die Grund-, Sekundar- und Berufsschulen werden künftig in 43 lokalen Verbünden an der Verbesserung der Lese- und Schreibförderung arbeiten. Das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation übernimmt neben dem Mercator-Institut und dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen an der Humboldt-Universität zu Berlin (IQB) die Gesamtkoordination und wissenschaftliche Ausgestaltung.

„BiSS-Transfer“ knüpft an die Initiative Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS) an: Zwischen 2013 und 2019 hatten sich über 600 Schulen und Kitas aus allen 16 Bundesländern an der Initiative zur Verbesserung der Sprachbildung, Lese- und Schreibförderung beteiligt. In mehr als 100 Verbünden haben sie an ihren Förderkonzepten gearbeitet. Dazu wurden in 15 Studien Instrumente und Materialien erprobt, evaluiert und weiterentwickelt. Zusätzlich hat ein wissenschaftliches Trägerkonsortium die pädagogischen Fachkräfte in Kitas und Schulen bei ihrer Arbeit unterstützt: mit Onlinefortbildungen, Leitfäden und Handreichungen sowie einer Datenbank mit Beschreibungen und Bewertungen zu über 100 Diagnostik- und Förderinstrumenten.

Die Ergebnisse sollen in „BiSS-Transfer“ nun in die Fläche getragen werden. Das Programm unterstützt die Länder beim Transfer, die bewährten Unterstützungsformate werden fortgesetzt. Zudem erforschen die beteiligten Wissenschaftler*innen, unter welchen Bedingungen ausgewählte Diagnostik- und Fördermaßnahmen in der Praxis am besten wirken. Die bisherigen 43 Verbünde kommen aus Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählen unter anderm Lese- und Schreibförderung sowie der sogenannte sprachsensible Fachunterricht, in dem Lehrkräfte sprachliche Bildung auch in anderen Unterrichtsfächern als Deutsch berücksichtigen.

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