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Pressemitteilungen

Was wir aus 15 Jahren Forschung zur Ganztagsschule lernen

Die 2005 gestartete und von mehreren Forschungseinrichtungen durchgeführte Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) zieht heute auf einer Tagung in Berlin Bilanz. Es geht darum, welche Impulse die wissenschaftliche Arbeit im Rahmen der Studie geben konnte und zu welchen Erkenntnissen die Forschung geführt hat. Zugleich thematisiert die Veranstaltung nach wie vor bestehende Herausforderungen und Entwicklungspotenziale der Ganztagsschule und stellt aktuelle Forschungsergebnisse vor.

Die Tagung startet mit der Keynote von Professor Dr. Ludwig Stecher von der Justus-Liebig-Universität Gießen, einem der Hauptverantwortlichen der Studie. Er skizziert nicht nur zentrale Befunde der StEG-Forschung, sondern geht auch auf offene Fragen ein. Die Inhalte seiner Präsentation werden anschließend vom gesamten Plenum diskutiert, das sich aus Akteurinnen und Akteuren aus der Bildungspolitik, der Schulpraxis und der Wissenschaft zusammensetzt. Die leitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fassen die StEG-Bilanz folgendermaßen zusammen: „Die Entwicklung der Ganztagsschulen in Deutschland ist in den vergangenen 15 Jahren enorm vorangekommen. Das gilt im Besonderen für den quantitativen Ausbau und für einen großen Teil der Schulen auch für die pädagogische Qualität, wobei sich hier ambivalente Befunde zeigen. Zugleich müssen die Potenziale der Ganztagsschule nach wie vor besser genutzt werden.“

Im weiteren Verlauf der Tagung stellen Workshops erste Ergebnisse der aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten der Studie vor. Seit 2016 lag der Fokus dieser Teilprojekte darauf, Ansätze zu erarbeiten, wie die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern in Ganztagsangeboten verbessert werden kann. Dazu haben die insgesamt vier Projekte auch gemeinsam mit Schulen Maßnahmen erarbeitet und erprobt – zum Beispiel im Bereich der Leseförderung oder der Hausaufgabenbetreuung.

Im Anschluss setzen sich vier Foren mit Themen auseinander, die in der Debatte um Ganztagsschulen kontrovers diskutiert werden. Dazu gehören die Fragen, inwieweit der Ausbau der Ganztagsschulen zu einer stärkeren sozialen Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler beiträgt und wie die Kooperation unterschiedlicher pädagogischer Professionen im Rahmen der Ganztagsschule gelingen kann. Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein Ausblick in Form einer Podiumsdiskussion. Dabei steht im Zentrum, wie die Forschung die Ganztagsschulentwicklung künftig weiter unterstützen kann.

Das Programm der Tagung im Überblick: https://projekt-steg.de/news/steg-tagung-2019

Die bundesweite Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Zentrale Verantwortung für die Studie hat ein Konsortium, das sich aus leitenden Wissenschaftlern von vier Forschungseinrichtungen zusammensetzt: dem DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (Koordination der Studie), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), dem Institut für Schulentwicklungsforschung der Technischen Universität Dortmund (IFS) und der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). StEG wird in Kooperation mit der Universität Kassel, der Philipps-Universität Marburg sowie der Pädagogischen Hochschule Freiburg durchgeführt.

Kontakt:

Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG):
Prof. Dr. Eckhard Klieme (DIPF, Sprecher des Konsortiums), +49 (0)69 24708-107, a2xpZW1lQGRpcGYuZGU=
Prof. Dr. Thomas Rauschenbach (DJI), + 49 (0)89 62306-280, cmF1c2NoZW5iYWNoQGRqaS5kZQ==
Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels (IFS), +49 (0)231 755-5519, aGVpbnotZ3VlbnRlci5ob2x0YXBwZWxzQHR1LWRvcnRtdW5kLmRl
Prof. Dr. Ludwig Stecher (JLU), +49 (0)641 99-24071, THVkd2lnLlN0ZWNoZXJAZXJ6aWVodW5nLnVuaS1naWVzc2VuLmRl
Prof. Dr. Natalie Fischer (Universität Kassel), +49 (0)561 804-3628, bmF0YWxpZS5maXNjaGVyQHVuaS1rYXNzZWwuZGU=
Prof. Dr. Ivo Züchner (Universität Marburg), +49 (0)6421 28-22301, enVlY2huZXJAc3RhZmYudW5pLW1hcmJ1cmcuZGU=
Prof. Dr. Wolfram Rollett (PH Freiburg), +49 761 682-381, d29sZnJhbS5yb2xsZXR0QHBoLWZyZWlidXJnLmRl
Presse: Philip Stirm, DIPF, +49 (0)69 24708-123, , www.dipf.de

zuletzt verändert: 08.11.2019