Abschlussveranstaltung zum Projekt AlphaDys

Abschlussveranstaltung zum Projekt AlphaDys
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Anmeldung zum Onlinesymposium ab sofort möglich.

Wann

27.01.2022 von 09:30 bis 17:15 (Europe/Berlin / UTC100)

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In der Abschlussveranstaltung von AlphaDys werden geringe Literalität und Lese-Rechtschreibstörung sowie die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede in den kognitiven Profilen der beiden Gruppen vorgestellt. Darüber hinaus wird diskutiert, inwieweit die Projektergebnisse in der Praxis genutzt werden können, beispielsweise inwieweit bereits etablierte Lernangebote zur Alphabetisierung optimiert werden können.

In Deutschland sind ca. 12 % der erwerbsfähigen Bevölkerung gering literalisiert. Deren geringen Lese- und Rechtschreibkenntnisse hindern sie daran, einfache Aufgaben wie zum Beispiel das Ausfüllen einer Bewerbung, das Lesen eines Medikamentenetiketts oder die erfolgreiche Teilnahme an Berufsbildungsprogrammen zu bewältigen. Umfragen haben gezeigt, dass die Häufigkeit einer Lese- und Rechtschreibstörung (LRS) bei Erwachsenen mit geringer Literalität in Deutschland deutlich höher ist als in der Gesamtbevölkerung.

Deshalb wird auch diskutiert, ob LRS im Grundschulalter eine mögliche Ursache für geringe Literalität im Erwachsenenalter sein könnte. Obwohl es einige Studien gibt, die auf Gemeinsamkeiten zwischen LRS und geringer Literalität verweisen, wurden die verfügbaren Erkenntnisse bisher nicht systematisch erfasst und interpretiert. Durch mehrere systematische Übersichtsarbeiten (Systematic Reviews) im Rahmen des AlphaDys-Projekts wurde diese Lücke gefüllt und praktische Implikationen abgeleitet. Es wurde untersucht, ob und inwieweit die Forschungsergebnisse zur Verursachung und Intervention von LRS auf die Problematik geringer Literalität bei Erwachsenen übertragbar sind.

Die Ergebnisse des Projekts, insbesondere die Informationen zur evidenzbasierten Förderung von gering literalisierten Personen, sollen in eine allgemein zugängliche Online-Plattform LONDI einfließen – ein Projekt des DIPF. An der Abschlussveranstaltung ist DIPF-Direktor Dr. Marcus Hasselhorn (Abteilung Bildung und Entwicklung) beteiligt – mit einem Vortrag, einem Workshop und als Teilnehmender der Podiumsdiskusssion.

Die Veranstaltung findet online statt und ist kostenlos.

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